Großeinsatz in Weiden: Retter suchen Flutkanal ab

WEIDEN. Am frühen Sonntagmorgen (22.10.2017) gegen 02:00 Uhr, wurde über eine 18-jährige Weidnerin mitgeteilt, dass sie von ihrem Freund eine besorgniserregende Nachricht erhalten habe. Diese zog dann auch einen Großeinsatz nach sich.



Aus der Nachricht ging hervor, dass sich der 22-Jährige bei den Treppen nahe des Pavillons im Max-Reger-Park aufhält. Aufgrund des Wortlautes in der Nachricht konnte angenommen werden, dass sich der junge Mann entweder in einem psychischen Ausnahmezustand befand oder stark alkoholisiert war. Rückrufversuche der Freundin verliefen negativ, woraufhin sie sich gezwungen sah, die Polizei zu verständigen.

Eine zunächst veranlasste Nachschau an den Treppen ergab, dass der junge Mann tatsächlich im Park anwesend war. Seine Geldbörse samt Inhalt lag noch auf den besagten Stufen. Zeitgleich mit der Nachschau wurden sämtliche zu diesem Zeitpunkt bekannte Anlaufadressen durch weitere Polizeikräfte überprüft. Da sowohl die Überprüfungen negativ verliefen und auch eine Handyortung nicht mehr möglich war, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass der Vermisste in den Flutkanal gefallen war, der aktuell einen Wasserstrand von ca. fünf Metern vorweist.




Rettungskräfte im Großeinsatz

Aufgrund dieser Erkenntnisse erfolgte die Alarmierung der Feuerwehr, der Wasserwacht, des BRK mit Unterstützungskräften und Notarzt sowie der Rettungshundestaffel. Zur Betreuung der Angehörigen wurde auch das Kriseninterventionsteam angefordert. Mit einer Gesamtkräftezahl von 80 Personen und fünf Booten wurde der Flutkanal und die Ufer entlang der Waldnaab in Richtung Süd-Ost-Tangente abgesucht. Ein Hubschrauber der Polizei unterstützte die Absuche aus der Luft.



Entwarnung konnte letztlich erst gegen 05:30 Uhr gegeben werden. Zu dieser Zeit wurde der Weidner durch eine Polizeistreife bei einer Angehörigen im Stadtgebiet angetroffen. Wie er zu dieser gelangte und was der Grund für seine Nachrichten war, muss noch geklärt werden. Seine Eltern zeigten sich erstmal erleichtert, dass ihr Schützling unbeschadet durch die Einsatzkräfte aufgefunden wurde.



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