Nach Ungück in Coburg: FDP Mann schützt Gaffer und hetzt gegen Feuerwehrmann

Foto: Michael Stelzner

COBURG. Eigentlich wollten wir es dabei belassen, die Berichterstattung zum Unglück von Coburg zu vertiefen. So hatten wir auch darauf verzichtet, über die Familienverhältnisse der Beteiligten zu berichten. Doch was nun von FDP-Hetzer und Frauenarzt Christoph Gaitzsch (51) im Internet gepostet wurde, schlägt dem Fass den Boden heraus und ruft nach eiem öffentlichen Aufschrei gegen diese Diffamierung.



Wie bereits berichtet, verunglückte am Montagabend (07.08.2017) ein Einsatzfahrzeug der Coburger Feuerwehr während einer Übungsfahrt. Dabei kam ein 20 Jahre alter Feuerwehrmann auf dem Beifahrersitz ums Leben. Am Steuer saß sein eigener Vater. Doch der Dramatik nicht genug, störten Gaffer den Einsatzablauf, filmten das Unglück mit ihrem Handy, drohten mit Gewalt und beschäftigten damit weitere Kräfte von Polizei und Feuerwehr.




Nach Unfall mit totem Feuerwehrmann: Gaffer drohen bei Platzverweis mit Gewalt

Genau diese Gaffer erhalten jetzt Rückendeckung von einem sächsischen Lokalpolitiker. Christoph Gaitzsch (51), bekannt von früheren Parolen gegen die Feuerwehr, setzte der Diskussion noch eines oben drauf und zog nicht nur den Zorn der Einsatzkräfte auf sich. Auch seine eigene Partei will sich nun endgültig von ihm trennen.




Da hat kein ‚Gaffer‘ jemanden gefährdet. Wer jemanden nicht nur gefährdete, sondern letztlich tötete, war ein sogenannter ‚Maschinist‘, also der Feuerwehrmann, der den Wagen lenkte. (Christoph Gaitzsch via Facebook)

Foto: Michael Stelzner

Damit prangert er den Feuerwehrmann an, der am Steuer saß und durch ein tragisches Unglück seinen Sohn verloren hat. Die Gaffer hätten niemanden behindert oder gestört nach Ansicht des Politikers. Gaitzsch hatte bereits im Februar örtliche Feuerwehrmänner als „Arschkrampen“ beleidigt, weil sie ihn beim Einsatz mit dem Martinhorn aus dem Schlaf gerissen hatten. Seitdem will der FDP-Kreisverband den Politiker zum Austritt aus der Partei bewegen.



Der neuerliche „Ausrutscher“ war nun aber offenbar der Anlass für ein Parteiausschlussverfahren. „Wir sind nicht an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert“, sagte beispielsweise der stellvertretende Kreisvorsitzende Eduard Jenke (38). Das laufende Parteiausschlussverfahren bestätigte auch Bundestagskandidat Frank Müller-Rosentritt (35). Die ständigen Fehltritte und Ansichten von Christoph Gaitzsch seien nicht mit den Werten und Ideeologie der Partei zu vereinbaren. Die Feuuerwehren seien das Rückgrat der Gesellschaft, so der zuständige FDP Kreisverband.

 







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