Nach Biss in den Kopf eines Radfahrer: Hundehalterin meldet sich zu Wort

Symbolbild

AMBERG. Nach der dramatischen Schilderung eines Vorfalls in Amberg, wo ein Radfahrer (83) gebissen wurde und angeblich blutend zurückgelasen wurde, hat sich nun die Tierhalterin zu Wort gemeldet. Sie schildert einen völlig anderen Sachverhalt.



Der 83-jährige Amberger befuhr am 13.08.2017 gegen Mittag mit seinem Fahrrad den Rad und Fußweg der Bruno-Hofer-Straße in Richtung Siemens. Vor ihm ging eine Frau mit ihrem Hund in dieselbe Richtung. Als der alte Herr die Hundeführerin passierte, sprang der nicht angeleinte Hund, angeblich den Fahrradfahrer an.

Der 83-Jährige fiel laut eiguenen Angaben daraufhin vom Rad und der Hund biss ihn am Boden liegend mehrmals in den Kopf. Die Hundehalterin stand nach den Worten des Opfers tatenlos daneben und rief ihren Hund auch nicht zurück. Blutüberströmt habe sich der Mann selbst aus der Situation befreit, woraufhin die Dame ihren Hund angeleint habe und ohne sich um den alten Mann zu kümmern davon ging.

Der Rentner begab sich selbstständig in ärztliche Behandlung und stand dabei unter Schock. Seitens der Polizei Amberg wurden Ermittlungen wegen Fahrlässiger Körperverletzung und Unfallflucht eingeleitet.




Zwei verschiedene Sachverhalte

Nach dem großen Medienecho bei Reporter24 und weiteren Portalen, meldete sich am Abend auch die Hundehalterin zu Wort. Demnach habe sie den Hund an der Leine geführt und der Fahrradfahrer hätte zwischen ihr und dem Hund durchfahren wollen. Dabei übersah er wohl die Leine und verhedderte sich mit dem Rad darin, sodass er mit dem Fahrrad auf den Hund fiel und die 48-Jährige wiederum auf den Fahrradfahrer.

Der Hund habe aus Panik zugebissen, sich aus dem Halsband gewunden und sei davongelaufen. So zumindest die Einlassung der Tierbesitzerin. Sie selbst wurde dabei ebenfalls verletzt und habe nicht tatenlos zugesehen, wie der Hund den Senior gebissen hat. Vielmehr hätte sie dem Verletzen Hilfe angeboten, die er – wohl unter Schock stehend – nicht angenommen und stattdessen sein Fahrrad weggeschoben habe.

Die weiteren Ermittlungen werden zeigen, inwieweit es die subjektiven Wahrnehmungen der beiden Parteien ermöglichen, den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren, da offenbar keine unbeteiligten Zeugen den Unfall gesehen haben.



Abschließend bleibt polizeilich jedoch festzustellen, dass der 83-Jährige von dem Hund in den Kopf gebissen wurde. Der Senior erlitt eine stark blutende Wunde. Beide Parteien standen wohl auch unter Schock. Um sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten zu können und um Missverständnissen vorzubeugen, ist es jedoch immer anzuraten, die Polizei zu verständigen.



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