Tanklastzug durchbricht Baustelleneinrichtung – Polizei kämpft gegen Gaffer

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A9 / MARKTSCHORGAST, LKR KULMBACH. Am frühen Montagmorgen (31.07.2017) kam es auf der A9 an der Schiefen Ebene bei Marktschorgast zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Tanklastzug. Ein 51-jähriger Lastwagenfahrer wurde schwer verletzt.



Laut ersten Informationen der Autobahnpolizei Bayreuth, war der 51-Jährige mit seinem Tanklastzug auf der A9 in Fahrtrichtung Berlin unterwegs. Kurz vor der Anschlussstelle Marktschorgast, wo der Verkehr baustellenbedingt auf die Gegenfahrbahn geleitet wird, fuhr der Sattelzug geradewegs auf die Schutzplanke zu.

Der mit Milch beladene Tanklaster wurde abgewiesen und schwer beschädigt. Unter anderem wurde der Öl – und Dieseltank aufgerissen, aber auch der Milchtank schlug Leck. Am Fahrzeug selbst wurde die Achse herausgerissen. Der 51-jährige Fahrer aus dem Raum Aaalen musste aus dem Führerhaus befreit werden. Er wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Zeugen des Unfalles werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizei Bayreuth, 0921/506-2310, zu melden.

 




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„Kampf gegen Windmühlen“

Die Bergung des Milchlasters wird laut Polizeiangaben den ganzen Tag über andauern. Zu Behinderungen dürfte es dann aber nur noch durch Gaffer kommen, denn die Bergung findet komplett im Baustellenbereich statt. Schon während der Rettungsarbeiten durch die Feuerwehren aus Marktschorgast, Himmelkron, Lanzendorf, Wirsberg und Gefrees, konnten zahlreiche Verkehrsteilnehmer gefilmt werden, als sie ihre Handys zückten. Die Polizei geht bereits gegen diese Gaffer vor.

Viele hatten direkt vom Steuer aus das Smartphone gezückt. Auf einer Autobahnbrücke versammelten sich weitere Schaulustige. Sogar mit einem Fernglas. „Wir sind Feuerwehrleute“, begründete ein Mann mit Münchberger Kennzeichen sein Handeln. Als unser Reporter hierzu Rücksprache hielt, verzogen sich die Männer wieder. „Das ist leider schon Alltag“ sagte ein Polizist. Sie kämpfen gegen Windmühlen, denn die Ausländer sind kaum zu belangen, verrät uns ein Beamter. „Und nur die Deutschen zu ahnden, das wäre unfair“. Doch sobald die Polizisten an der Fahrbahn stehen, verschwinden die Handys im Regelfall.



Was auch im Video schön zu sehen ist: Viele Autofahrer versuchten über die Rettungsgasse voranzukommen. Teilweise durch die Absperrbaken der Feuerwehr. Als ein Streifenwagen durch den Stau fuhr, wurde Platz gemacht. Doch direkt dahinter hat sich die Rettungsgasse wieder geschlossen. Auch das ist leider Alltag auf den deutschen Straßen geworden.




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