Zeugensuche nach Großbrand bei „Südzucker“: Polizei schließt Brandstiftung nicht aus

OCHSENFURT (UFR). Aus bislang noch ungeklärter Ursache ist am Samstagabend (17.06.2017) auf dem Gelände der bekannten Zuckerfabrik in Ochsenfurt ein Feuer ausgebrochen. Die Löscharbeiten dauerten die ganze Nacht über an.




Gegen 17.30 Uhr ist die Mitteilung über den Brand auf dem Fabrikgelände in der Marktbreiter Straße bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken eingegangen. Als die erste Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Ochsenfurt vor Ort eintraf, brannte ein aus Strohballen gebauter Lärmschutzwall lichterloh. Die Flammen griffen in der Folge auch auf Firmengebäude über.

Durch das Feuer bildete sich eine schwarze Rauchwolke, die über das Bärental hinweg in Richtung Mainklinik zog. Anwohner wurden daher vorsorglich gebeten, ihre Fenster und Türen bis auf Weiteres geschlossen zu halten. Eine Überprüfung im Krankenhaus ergab, dass für die Patienten und Bediensteten keine Gefahr bestand.




Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da sich die Flammen unter anderem auch auf einen etwa 160 Meter langen Tunnel der Zuckerfabrik ausgeweitet haben. Die Löscharbeiten zogen sich bis in den Vormittag hinein. Für die Dauer des Einsatzes blieb auch die Südtangente sowie die Marktbreiter Straße in Ochsenfurt für den Verkehr gesperrt. Zeitweise war auch die Bahnstrecke zwischen Ochsenfurt und Treuchtlingen beeinträchtigt.

Wie das Feuer ausgebrochen ist, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen zur Brandursache werden von der Kriminalpolizei Würzburg geführt. Im Einsatz befanden sich neben der Werksfeuerwehr „Südzucker Ochsenfurt“ auch die Berufsfeuerwehr und die Feuerwehrschule Würzburg sowie ein Großaufgebot an Freiwilligen Feuerwehren aus den Landkreisen Würzburg und Kitzingen.




Der Rettungsdienst war ebenfalls mit zahlreichen Fahrzeugen und Einsatzkräften vor Ort. Auch das Technische Hilfswerk und Notfallmanager der Deutschen Bahn waren im Einsatz. Sobald erste Aussagen zu einer möglichen Brandursache oder zur Höhe des entstandenen Sachschadens getroffen werden können, wird nachberichtet.

Dem derzeitigen Ermittlungsstand nach kann auch eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund richtet sich die Würzburger Kripo mit folgender Frage an die Öffentlichkeit:

  • Wer hat vor, während oder nach der Brandentstehung im Bereich der Zuckerfabrik, insbesondere im Bereich des Fußweges zwischen dem Firmengelände und den Bahngleisen verdächtige Personen gesehen?

Zeugenhinweise nimmt die Kriminalpolizei Würzburg unter Tel. 0931/457-1732 entgegen.



 

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