20 Verletzte nach vermeintlichem Reizstoffaustritt in Nürnberg

Foto: Harmaz

NÜRNBERG. Bei einem vermeintlichen Reizstoffaustritt im Nürnberger Industriegebiet an der Duisburger Straße wurden am Freitagmittag 20 Menschen verletzt. Rettungsdienst und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Mehrere Mitarbeiter klagten über Unwohlsein und starke Atemwegsreizungen.




Gegen 11.30 Uhr klagten merere Personen in einer Logistikfirma über Reizungen und fühlten sich unwohl, weswegen sie vom Rettungsdienst untersucht wurden. Ein Gefahrstoff konnte von der Feuerwehr nicht nachgewiesen werden, allerdings war die ganze Einsatzstelle „in einen exotischen Duft gehüllt“ heißt es.

Neben zahlreichen Kräften des Rettungsdienstes wurde auch eine Messeinheit der Feuerwehr entsendet, um die Ursache für die Beschwerden herauszufinden. Nach der Räumung des Gebäudes und der Übergabe der insgesamt 20 Erkrankten / Verletzten an den Rettungsdienst, wurden seitens der Feuerwehr Messungen durchgeführt und das ganze Gebäude vergeblich auf mögliche Emissionquellen durchsucht. Medizinisch gesehen, gelten alle 20 Betroffenen, die über Beschwerden klagten, als Leichtverletzte.




Foto: Harmaz

Da insgesamt drei Messungen im betroffenen Bereich keinerlei Anhaltspunkte für einen Gefahrstoffaustritt boten und die Sichtung der Patienten bis auf eine Ausnahme überwiegend unauffällig verlief, konnten die Mitarbeiter nach etwa eineinhalb Stunden und intensiver Lüftung des betroffenen Bereichs wieder in das Gebäude zurückkehren.




Die letzte schlüssige Ursache für die Irritationen blieb die Abluft eines benachbarten gewürzverarbeitenden Betriebes, die die Einsatzstelle gelegentlich in einen exotischen Gewürzduft tauchte, der eventuell zu Verunsicherungen führte. Im Einsatz befanden sich insgesamt 20 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, zwei Notärzte, der Rettungshubschrauber, 22 Einsatzkräfte des Rettungs- und Sanitätsdienstes, sowie mehrere Streifenwägen der Polizei.

Foto: Harmaz

Die Duisburger Straße musste für die Dauer des Einsatzes zwischen Mühlheimer und Bochumer Straße gesperrt werden, da sich zahlreiche Einsatzmittel des Rettungsdienstes auf der Anfahrt befanden und starker Lieferverkehr herrschte.

 



Ersten Kommentar schreiben

Antworten