Übergriff in Bayreuth: 22-Jährige durch Unbekannten sexuell attackiert

Foto: MelF

BAYREUTH. Bereits am Sonntagabend (09.04.2017) kam es in Bayreuth zu einer sexuellen Belästigung in der Casselmannstraße. Das bestätigte die Polizei am Gründonnerstag auf Nachfrage. Das Opfer selbst hatte die Medien informiert, erhebt Vorwürfe gegen die Polizei.




Die 22-Jährige war gegen 19.40 Uhr in der Casselmannstraße vom Rotmaincenter in Richtung Spinnerei unterwegs. Auf dem Gehweg gegenüber der Arbeitsagentur trat ein Unbekannter von hinten an die 22-Jährige heran und berührte sie unsittlich. Danach sei der Täter laut Angaben der jungen Frau wieder in Richtung Rotmaincenter geflüchtet und nach links in eine Seitenstraße verschwunden.

Obwohl die 22-Jährige sofort die Polizei alarmierte, konnte der Täter auch im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung nicht mehr aufgegriffen werden. Die Polizei hat Ermittlungen gegen Unbekannt eingeleitet, bestätigte ein Sprecher. Die Öffentlichkeit wurde bislang jedoch nicht informiert, das übernahm das Opfer jetzt selbst.

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Täterbeschreibung:

  • ca 20-30 Jahre alt
  • ca 190 cm groß
  • blonde Haare
  • helle Hautfarbe
  • normale Figur
  • blau kariertes Hemd
  • Jeans
  • Sprache nicht bekannt, hat nicht gesprochen




„Mir ist es noch wichtig, darauf hinzuweisen, dass es bei diesem Aufruf nicht um eine Hetzkampagne gehen soll“. Die 22-Jährige hat Angst, traut sich nicht mehr alleine auf die Straße. Auf unseren Reporter macht sie nicht den Eindruck, sich das ausgedacht zu haben. Warum die Polizei keine Zeugensuche veröffentlichte, das versteht sie jedoch nicht. „Man hat mir versprochen, dass die Medien informiert werden“, doch das ist bislang nicht geschehen. „Ich fühle mich nicht ernst genommen von der Polizei“, klagt die 22-Jähriger im Reporter24-Interview. Die Beamten hätten den Vorfall heruntergespielt.




Ein Polizeisprecher bestätigte den Anzeigeneingang und Ermittlungen gegen Unbekannt. Warum der Vorfall nicht an die Medien publiziert wurde, das könne er jetzt über die Feiertage nicht klären. Unter Umständen sei ein Zeugenaufruf beim derzeitigen Stand der Ermittlungen auch garnicht mehr relevant.Das könne er aber mit Gewissheit nicht sagen. Erfahrungsgemäß werden in Bayreuth aber generell weniger Pressemitteilungen generiert als in anderen Bereichen.

Verdächtiger Kleinwagen

Kurz vor der Fummelattacke, ist dem Opfer auf Höhe des Parkhauses am Kinocenter noch ein heller Kleinwagen aufgefallen. Die Fahrzeuginsassen seien ihr nachgefahren, hätten mehrfach gehupt. Dann bog der Wagen Richtung Friedrich-Puchta-Straße ab. Genau dort, wo auch der spätere Täter nach seier Flucht verschwand.




Stieg er in das besagte Auto? War es vielleicht eine Mutprobe? Steht das Fahrzeug überhaupt in Verbindung mit dem Übergriff? Wenn nichtm können die Insassen wichtige Zeugen sein.

„Da muss doch jemand was gesehen haben“, resümiert die 22-Jährige. Wer verdächtige Wahrnehmungen gemacht hat kann sich an die Polizei in Bayreuth wenden. Telefon: 0921 / 506-0.



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