Auch in Reichweite von Kindern: Rotfuchs in verbotene Tellerfalle geraten

Die ausgelegte Tellerfalle, die dem Fuchs zum Verhängnis wurde. Sie hat einen Durchmesser von ca. 27 cm und ist gesetzlich verboten. Foto: Polizei

AMBERG. Im südlichen Außenstadtbereich wurden am Montagmorgen gegen 07:00 Uhr zwei junge Männer auf einen Fuchs aufmerksam, der in eine sogenannte Tellerfalle oder umgangssprachlich „Bärenfalle“ geraten war und jämmerlich vor Schmerzen „heulte“.




Die verständigten Beamten stellten vor Ort fest, dass dem Fuchs durch eine verbotene Tellerfalle der Knochen des Vorderlaufs durchtrennt wurde und er nur noch durch das Fell von der Falle festgehalten wurde. Der Fuchs musste vor Ort durch die Dienstwaffe von seinem Leid erlöst werden.

Der Grundstückbesitzer, ein 66-jähriger Amberger und ein 53-jähriger Pächter einer Teilfläche des Anwesens wurden zur Fundstelle beordert, um das Werk der Falle zu begutachten. Die Tellerfalle wurde sichergestellt und wird der Verwertung zugeführt. Wer letztendlich die Falle dort platziert hat, werden die laufenden Ermittlungen wegen Jagdwilderei und einem Verstoß nach dem Tierschutzgesetz ergeben müssen.




Die Gesetzgebung sieht in diesen Fällen Bußgelder bis zu 25000 Euro oder in besonders schweren Fällen eine Freiheitsstrafe vor. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Falle direkt am Gartenzaun zur Straße im Wohngebiet ausgelegt war. Für spielende Kinder wäre es jederzeit leicht möglich gewesen, durch den Zaun hindurchzugreifen oder darüber zu klettern. Die Folgen möchte man sich nicht ausmalen!




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