Großeinsatz an Zirndorfer Schule: Über 70 Verletzte durch Reizgas – 20 Schüler im Krankenhaus

Foto: Reporter24|Meixner

ZIRNDORF. Am Morgen kam es zu einem Großeinsatz an der Zirndorfer Realschule. Wie die Einsatzkräfte vor Ort mitteilten klagten mehrere Schüler über Atemwegsreizungen. Ein Großaufgebot des Rettungsdienstes war vor Ort. Insgesamt waren 70 Personen verletzt. 20 mussten in eine Klinik, drei davon offenbar stationär.




Gegen 09:00 Uhr verständigte der Schulleiter der staatlichen Realschule Zirndorf die Feuerwehr. Auslöser hierfür war ein nicht näher zu definierender Geruch, der in zwei Treppenhäusern der Schule festgestellt worden war. Nachdem in der Folge dieser Feststellung mehrere Schüler über Atemwegsreizungen klagten, wurde der Schulbetrieb vorübergehend eingestellt und das Schulgebäude geräumt.

Bezüglich eines zunächst angenommenen Gasalarms konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Die Schule ist nicht an das Gasnetz angeschlossen. Vielmehr gehen die Einsatzkräfte von einem versprühten Reizgas aus. Die Feuerwehr überprüfte auch die übrigen Räumlichkeiten der Schule. Hierbei konnten keine weiteren Atemluftverunreinigungen festgestellt werden. Die beiden betroffenen Treppenhäuser wurden von der Feuerwehr durchgelüftet.




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Der Schulbetrieb konnte schließlich gegen 10:00 Uhr wieder fortgesetzt werden. Etwa 70 Schüler, die über Atemwegsbeschwerden klagten, wurden vom Rettungsdienst vor Ort betreut. Drei Schüler mussten laut Polizeiangaben im Anschluss zur weiteren medizinischen Überprüfung in ein Krankenhaus gebracht werden. Zunächst war die Rede von 20 Einlieferungen.




Die Polizei geht davon aus, dass eine unbekannte Person in den beiden Treppenhäusern ein derzeit nicht näher bestimmbares Reizgas freisetzte. Die Polizeiinspektion Zirndorf hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.

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