Eishockey: Bayreuth verliert auch das zweite Viertelfinalspiel trotz riesen Kämpferleistung

BAYREUTH. Sie haben gekämpft und am Ende doch unglücklich verloren. 2.354 Zuschauer peitschten das Team von Sergej Waßmiller nach vorne. Die Bayreuth Tigers unterlagen am Freitagabend im heimischen Tigerkäfig den Bietigheim Steelers mit 2:3 (1:2, 0:1, 1:0). In der Best-of-Seven Serie des Viertelfinal-Playoffs liegt der EHC nun mit 0:2 zurück.




Die Hausherren haben das Spiel mit dem Zug nach vorne begonnen, doch die Angriffe waren eher zaghaft. Auch insgesamt wirkten die Tigers sehr angeschlagen. Schon nach 163 Sekunden lagen die Gastgeber durch ein Tor von Dominic Auger mit 0:1 zurück. Verletzte Tiger sind bissig, der EHC in der Folge auch gewillt nach vorne zu spielen.

Geigenmüller wurde nach einem Konter gestoppt, weitere Offensivmaßnahmen waren kaum zu sehen. Nach einer kleinen Rangelei musste David Wrigley von den Steelers in der 8. Minute wegen übertriebener Härte vom Eis. Das daraus resultierende Powerplay der Bayreuther war jedoch ohne jegliche Form. Die Gäste waren näher am Treffer dran, als die in Überzahl spielenden Tigers. So überraschte es auch kaum, als ausgerechnet David Wrigley die Führung in der 10. Minute ausbaute.





 

Torschütze musste in die Kabine

Eine weitere Keilerei ergab sich in der 14. Spielminute, als sich erneut David Wrigley negativ in Szene setzte. Hauptschiedsrichter Michael Klein setzte ein deutliches Zeichen und schickte Wrigley wegen eines Stockstichs zum Duschen. Das Überzahlspiel der Tigers nun deutlich organisierter. Ein gute Chance von Wohlberg wurde durch Adam Borzecki  unfair vereitelt, weswegen auch er für zwei Minuten vom Eis musste. Bayreuth in der Folge  mit einem doppelten Powerplay und zahlreichen Chancen.

Andreas Geigenmüller zieht einen Gewaltschuss noch links am Tor vorbei, Potac legte unmittelbar danach die Scheibe vor den Kasten der Gäste und Bartosch stocherte sie durch die Beine von Sinisa Martinovic. Der Bann war gebrochen und Bayreuth drückte weiter aufs Tempo. Valentin Busch, Wohlberg und Marsall mit großen Chancen, scheiterten jeweils am starken Martinovic. Der 1:2 Rückstand zur Drittelpause war nicht unberechtigt und spiegelte das Kräfteverhältnis beider Teams.




Das Mitteldrittel setzte sich zunächst mit Chancen auf beiden Seiten fort. Das Match war ausgeglichen, nennenswerte Szenen waren kaum zu verzeichnen. Die Scheibe ging hin und her, Bietigheim mit einem guten Vorchecking. Als Marvin Neher in der 37. Minute wegen Beinstellens für zwei Minuten vom Eis musste, dauerte das Powerplay der Gäste keine 25 Sekunden. Matt McKnight netzte auf Zuspiel von Just und Auger zum 1:3 ein und setzte den Tigers damit eine schwere Aufgabe in den Käfig. Die letzten drei Minuten noch ein kurzes Pressing der Tigers, ohne Erfolg.

Spannendes Schlussdrittel

Somit wurden die letzten 20 Minuten für die ohnehin geschwächten Tigers ein Kraftakt. David Kuchejda zeigte den Willen der Gastgeber, zog nur knapp am Tor von Martinovic vorbei. Im Gegenzug vereitelte Vosvrda in letzter Instanz den Führungsausbau der Steelers nach einem gefährlichen Konter. Die Gäste zu diesem Zeitpunkt mit einem ruhigen, aber gezieltem Spielaufbau, kommen immer wieder gefährlich vor das Bayreuther Tor. In der 46. Minute musste Bayreuths Goalie dreimal nachfassen, um das Gegentor zu verhindern.




Kurz darauf rettet auch noch der Pfosten vor einem Führungsausbau der Steelers. Doch die Tigers waren alles andere als geschockt und erzielten in der 52. Minute den hochverdienten Anschlusstreffer. Nach einem Gewaltschuss von Felix Linden staubte David Kuchejda den Puck ab und sorgte für Jubel im Tigerkäfig. Kurz darauf hat sogar Marsall den Ausgleichstreffer auf dem Schläger, doch die Scheibe verspringt ihm.

Bayreuth mobilisierte alle Kräfte, baute mehr und mehr Druck auf die Favoriten aus Bietigheim auf. Nach einer Spielverzögerung der Gäste, bekamen die Tigers nochmal ein Überzahlspiel kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit. Die berühmte KGB-Reihe baute ihr Spiel auf, verlor jedoch immer wieder die Scheibe. Das Powerplay ohne richtigen Biss. In den letzten 30 Sekunden versuchte es der EHC ohne Torwart, mit einem sechsten Feldspieler. Bis zum Schlusspfiff wurde gekämpft, am Ende verloren  die Tigers mit 2:3.




Ein Bayreuther wurde Rookie des Jahres

Vor dem Spiel wurde der 19-jährige Valentin Busch zum Rookie des Jahres gewählt. Eine große Auszeichnung für den jungen Spieler einer Aufstiegsmannschaft. Busch kam von den Nürnberg Ice Tigers mit einer Förderlizenz an den Roten Main nach Bayreuth. In 41 Spielen der Hauptrunde erzielte er 14 Treffer und leistete zehn Assists. An der Abstimmung zum Rookie (Neuling) nahmen neben den DEL2-Vertretern aller Teams auch die  Offiziellen der Liga und das Fachmagazin Eishockey News teil. Dessen Vertreter führte auch die Ehrung vor dem Spiel durch.

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