Das Eis ist heiß: Die Tigers wollen den Ausgleich in der Playoff-Serie

Aktuell höchst umstritten: Headcoach Sergej Waßmiller.

BAYREUTH. Der EHC Bayreuth ist als klarer Außenseiter in dieses Playoff-Viertelfinale gestartet. Denoch ist die Mannschaft keinesfalls chancenlos. Und auch wenn die Tigers den Auftakt in Bietigheim am Dienstag verloren haben: Aufgeben kennt diese Mannschaft nicht. 




„Sie haben viele Nadelstiche gesetzt“, berichtet Kurier Sportredakteur Torsten Ernstberger in seinem Artikel vom Dienstagabend. Und tatsächlich war der EHC über weite Strecken nicht nur auf Augenhöhe mit dem haushohen Favorit aus Bietigheim. Die Tigers dominierten das erste Drittel und gingen in Führung. Danach war keinewegs die Luft raus, dennoch verloren die Aufsteiger aus Bayreuth unglücklich.

EHC-Keeper Johannes Wiedemann rettete mehrfach seine Defensive, hatte dann aber doch noch einige Male das Nachsehen. Weil auch der Bayreuther Sturm seine Chancen nicht verwerten konnte, verloren die Tigers am Ende mit 2:5. Doch da war noch mehr drin. Und die Mannschaft ist heiß auf das Heimspiel.




„Die Vorstandschaft interessiert uns nicht“

Wie fokusiert die Mannschaft ist, zeigt eine Anfrage beim Spielerrat der Mannschaft. Nach einem weiteren Rücktritt in der Vorstandschaft des Eishockeyvereins, zeigen sich die Spieler unbeeindruckt. Christopher Kasten berichtet R24 gegenüber, dass die Stimmung in der Mannschaft hervorragend sei. „Wir spielen Eishockey. Der Vorstand interessiert uns nicht“, so Kiste wörtlich.




Aus persönlichen Gründen ist die stellvertretende Vorsitzende, Karin Pross, am Wochenende zurückgetreten. In einer kurzfristig einberufenen Vorstandssitzung, ist laut Vereinsangaben am Sonntag dann Schriftführerin Christiane Colditz als Nachfolgerin gewählt worden. „Unsere Leistung zeigt, dass wir wenig damit zu tun hatten“, berichtet auch Sebastian Mayer vom Mannschaftsrat des EHC.

Krieg auf dem Eis: Tigers wollen den Heimsieg

Wie kräftezehrend die PrePlayoffs für Bayreuth waren, das spüre man deutlich, teilte der Verein am Donnerstag mit. Dennoch will die Mannschaft attackieren und die Serie gegen die Steelers ausgleichen. Nach der kurzen Erholungsphase wolle man nun erneut Gas geben und sich keineswegs dem Schicksal ergeben. Trainer Sergej Waßmiller gibt dabei die Richtung vor: „Wir denken von Spiel zu Spiel. Das sind Playoffs, das ist ein Krieg“.




Ausfälle bereiten weiter Sorgen

Offen ist noch, mit welchem Aufgebot der Headcoach agieren wird. Christopher Kasten ist seit heute wieder im Training, sodass ein Einsatz zumindest im Bereich des Möglichen liegt. Gegenüber dem Kurier sagte er, dass er voller Hoffnung sei und spielen möchte. Valentin Busch hütet laut EHC immer noch das Bett und sein Bruder Sebastian laboriert an seiner Verletzung. Endgültig ausschließen wollte Waßmiller einen Einsatz der beiden noch nicht. Große Hoffnung will man sich im Lager der Bayreuther aber dennoch nicht machen.




Vosvrda wieder im Tor

Festgelegt hat sich Waßmiller aber bei einer für Bayreuth sehr wichtigen Position: Im Tor wird am Freitag Tomas Vosvrda seinen ersten Auftritt im Viertelfinale haben. Damit wird einer der Kontingentstürmer in jedem Fall aussetzen müssen, so sind die Vorgaben der Liga. Die Entscheidung, wen es treffen wird, fällt aber erst im Laufe des Freitags nach der Eiszeit am Vormittag, wenn endgültig feststeht, welche Akteure insgesamt zur Verfügung stehen.




Die Bietigheim Steelers wollten sich auch auf mehrfache Nachfrage nicht zur Aufstellung oder Änderungen äußern. Man wolle aus taktischen Gründen mit Informationen lieber dezent umgehen. Spannend wird dieses zweite Serienspiel auf jeden Fall. Unschlagbar sind die Steelers nicht, das konnten die Tigers in der Hauptrunde schon einmal unter Beweis stellen. Bully ist am Freitag um 20 Uhr im Bayreuther Tigerkäfig.

 

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