Zwei Tote und 22 Verletzte: Zahlreiche Unfälle in den letzten Stunden vor Weihnachten

Foto: Feuerwehr Lauf

NORDBAYERN. Kurz vor Weihnachten gibt 2016 noch mal alles, um zum schwärzesten Jahr für viele Menschen zu werden. Bei mehreren Unfällen in Nordbayern sind in den letzten Stunden zwei Menschen ums Leben gekommen, 22 wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Auf der B14 bei Lauf rammte ein Winterdienstfahrzeug ein Taxi.




 

Streuwagen rammt Taxi

B14 / LAUF. Kurz vor 4.30 Uhr kam es auf der B14 am sog. Bräunleinsberg bei Ottensoos zu einem schweren Unfall. Ein Taxifahrer unterschätzte offenbar die Gechschwindigkeit eines Winterdienstfahrzeuges. Das tonnenschwere Gefährt rammte das Taxi auf der Fahrerseite und schob es über 30 Meter vor sich her. Dessen Fahrer wurde schwerst eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Die Wehren aus Ottensoos, Neunkirchen, Speikern, Rüblanden, Reichenschwand und Lauf waren im Einsatz.

Foto: Feuerwehr Lauf




Autofahrer sterben auf der B22

Zwei Autofahrer sterben nach Frontalcrash auf der B22 – Weitere Person leicht verletzt




Frontalcrash in Regensburg

REGENSBURG. Bei einem schweren Unfall auf der Nordgaustraße wurden am Mittwochnachmittag zwei Autofahrer verletzt. Aus noch ungeklärten Gründen geriet ein 77-jähriger Pkw-Fahrer auf seiner Fahrt stadtauswärts zu weit nach links und streifte dabei einen entgegenkommenden Lkw. Im Anschluss kam es zu einem Frontalzusammenstoß mit einem hinter dem Lkw folgenden Pkw, der von einem 94-jährigen Regensburger gesteuert wurde.

Beide Senioren wurden zum Glück nicht schwerer verletzt. Beide sind zur Behandlung in Regensburger Krankenhäuser eingeliefert worden. Zur Unfallaufnahme musste die Nordgaustraße für mehr als eine Stunde komplett gesperrt werden, es kam zu vorübergehenden Verkehrsbehinderungen. Auch die Feuerwehr und der Bauhof Regensburg waren an der Unfallstelle im Einsatz, der Sachschaden beläuft sich auf ca. 33000 Euro.




Sechs Verletzte auf der B470

WEIDEN. Am Mittwoch, gegen 17:20 Uhr, befuhr eine 45-jährige Regensburgerin mit einem Fiat Punto die B 470 in stadteinwärtige Richtung. An der Auffahrt zur A93 wollte sie nach links abbiegen, um anschließend in Richtung Regensburg weiterzufahren. Hierbei übersah sie einen entgegenkommenden Skoda Yeti und es kam zum Frontalzusammenstoß beider Fahrzeuge.

Beifahrer im Fiat Punto war ihr 23-jähriger Sohn. Der Skoda Yeti, wurde von einer 53-jährigen Parksteinerin gelenkt. Zudem befanden sich eine 51-Jährige, ein 56-Jähringer und ein 60-Jähringer mit im Skoda. Auch sie stammen alle aus Parkstein. Bedauerlicherweise wurden bei dem Verkehrsunfall alle Beteiligten verletzt und ins Klinikum Weiden i.d.OPf. eingeliefert.

Die Unfallverursacherin und sowie die vier Parksteiner wurden nach ambulanter Behandlung wieder entlassen. Der Sohn der Unfallverursacherin, der an der Unfallstelle kurze Zeit bewusstlos war, verblieb zur stationären Behandlung im Klinikum Weiden i.d.OPf. An den Fahrzeugen entstand Totalschaden. Diese wurden abgeschleppt. Die Schadenshöhe liegt hier bei ca. 30.000 Euro. Zur Reinigung und zur Absicherung der Unfallstelle wurden die Feuerwehren Neunkirchen und Weiden sowie die Straßenmeisterei und der Bauhof der Stadt Weiden i.d.OPf. mit herangezogen.

Die Autobahnmeisterei übernahm die Absperrung der Abfahrt Weiden-West in Fahrtrichtung Süden. Die Verkehrspolizeiinspektion Weiden betreute die Abfahrt-Weiden West in Fahrtrichtung Norden. Die B 470 war für ca. zwei Stunden komplett gesperrt. In Bereich der Unfallstelle kam es zu Verkehrsbehinderungen, die sich bis auf die BAB A93 in beide Fahrtrichtungen auswirkten.




Frontalcrash auch in Kallmmünz

KALLMÜNZ. Am Mittwochnachmittag (11.12.2016) um 14.30 Uhr, befuhr eine 68-Jährige aus dem Landkreis Regensburg mit einem VW Passat die Kreisstraße R15 zwischen Holzheim und Kallmünz. Im Bereich einer langgezogenen Rechtskurve kam es zum Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden SUV, Land Rover, der von einer 48-jährigen Landkreisbewohnerin gelenkt wurde.

Die Passatfahrerin musste von den Einsatzkräften der Feuerwehr mit schwerem Gerät aus dem deformierten Fahrzeug befreit werden und wurde mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Fahrerin des Land Rover erlitt lediglich leichte Verletzungen. Der Gesamtschaden wird auf 25.000,- Euro geschätzt.




Feuerwehrauto übersehen: Mit einem Promille überschlagen

NITTENAUU. Am Mittwochabend , gegen 23.00 Uhr, befuhr ein 18-jähriger Golf-Fahrer aus Bruck die Staatsstraße 2149 in Richtung Nittenau. In einer Rechtskurve bei Forsting kam er aufgrund überhöhter Geschwindigkeit nach rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrfach. Der Fahrer wurde mittelschwer verletzt ins Krankenhaus verbracht. Der VW war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

Der Einsatzort wurde durch die Freiwillige Feuerwehr Bergham abgesichert. Als ein Löschfahrzeug gegen 00.40 Uhr die Unfallstelle verlassen wollte, fuhr dieses mit eingeschaltetem Blaulicht zum Umkehren in die Straße „Zur Jägerhöhle“ und stieß zurück auf die Staatsstraße. Dies übersah ein 35-jähriger Ford-Fahrer aus Reichenbach, der die Staatsstraße in Richtung Roding befuhr.

Er wich nach rechts aus, geriet dabei mit seinem Fahrzeug auf die dortige Leitplanke und kippte danach eine ca. sechs Meter hohe Böschung hinunter. Dort kam er auf dem Dach liegend zum Stehen. Der Fahrer konnte zwar mit kleineren Blessuren aus dem Kofferraum klettern, war jedoch angetrunken. Ein durchgeführter Alkotest ergab einen Wert von weit über einem Promille. Nach einer Blutentnahme und der Sicherstellung des Führerscheins erwartet ihn nun eine Strafanzeige.




Frontalcrash auch in Coburg

COBURG. Zu einem folgenschweren Unfall kam es am vergangenen Mittwochabend, gegen 17.30 Uhr, auf der Rodacher Straße in Coburg. Ein 51-jähiger Coburger wollte mit seinem Renault auf Höhe des Autohauses Grosch nach links zur B4 abbiegen. Dabei übersah er den SUV eines 56-jährigen Coburgers, der ihm entgegen kam. Bei dem Frontalzusammenstoß blieb der Unfallverursacher unverletzt, während der andere Unfallbeteiligte sich durch Auslösung des Airbags seines Fahrzeugs Verletzungen im Gesicht zuzog. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden in Höhe von insgesamt 15.000 Euro.




Unfall mit Kindern

RIGLASREUTH / KEMATH. Am Mittwochabend (21.12.2016) gegen 17.15 Uhr, befuhr eine 29-jährige Pkw-Fahrerin in einem Mercedes zusammen mit ihrem dreijährigen Kind, welches auf der Rücksitzbank in einem Kindersitz saß, die St 2177 von Kemnath in Richtung Waldershof. Auf Höhe der Riglasreuther Kläranlage versuchte sie im „Schatten“ eines Lkw einen vor ihr fahrenden Radlader zu überholen. Der Radlader wurde von einem 41-Jährigen gesteuert.

Der Lkw-Fahrer konnte den Überholvorgang noch vorschriftsmäßig abschließen. Die nachfolgende Mercedesfahrerin konnte nicht mehr rechtzeitig einscheren, weswegen es zu einem Zusammenstoß mit dem ihr entgegenkommenden SUV der Marke Kia kam. Dessen 36-jähriger Fahrer konnte durch ein sofortiges Ausweichmanöver zwar einen Fontalzusammenstoß verhindern, dennoch touchierten sich die beiden Fahrzeuge jeweils vorne linksseitig.

Auf dem Beifahrersitz des KIA befand sich die Ehefrau des Fahrers. Auf der Rücksitzbank saß deren gemeinsame fünfjährige Tochter in einem Kindersitz. Alle Unfallbeteiligten stammen aus dem Landkreis Tirschenreuth. Ersten Erkenntnissen zufolge wurde glücklicherweise niemand verletzt. Dennoch wurden die beiden Kinder durch das BRK zur weiteren Abklärung in Kinderkliniken verbracht. Der Sachschaden dürfte sich auf ca. 15000.—Euro belaufen. Die Fuerwehren Riglasreuth , Neusorg und Oberwappenöst leisteten Erste Hilfe, übernahmen die Sicherung der Unfallstelle, halfen bei der Bergung der Unfallfahrzeuge.




Weiterer Frontalcrash in Erlangen

ERLANGEN. Am Donnerstagmorgen, gegen 10:45 Uhr, ereignete sich auf der Niederndorfer Straße ein Frontalzusammenstoß zwischen zwei Personenwagen, bei dem die beiden Fahrerinnen verletzt wurden. Eine 21-jährige Frau bog mit ihrem Opel aus Richtung Neuses kommend auf die Niederndorfer Straße ein und war in Richtung Erlangen unterwegs. Kurz nach der Einmündung wollte die Frau auf die mittlere Fahrspur wechseln.

Dabei verlor sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug, fuhr über den Mittelstreifen und stieß auf der Gegenfahrbahn frontal mit einem entgegenkommenden Fiat zusammen. Durch den heftigen Aufprall wurde der Fiat von der Fahrbahn in den Straßengraben geschleudert. Sowohl die Unfallverursacherin als auch die 46-jährige Fahrerin des Fiat wurden bei dem Zusammenstoß verletzt und mit dem Rettungsdienst in eine Klinik verbracht.

An den beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden, sie mussten von der Unfallstelle abgeschleppt werden. Auch die Feuerwehr Erlangen wurde an die Unfallstelle beorderte, da es in den ersten Mitteilungen hieß, dass Personen im Fahrzeug eingeklemmt wären.

Schwerer Unfall mit drei Verletzten

GRAFENWÖHR. Am Donnerstagabend (22.12.2016) gegen 17:00 Uhr, befuhr ein 60-jähriger amerikanischer Staatsbürger mit seinem Geländewagen die B299 von Grafenwöhr kommend in Richtung Kaltenbrunn. Er wollte nach links auf die Kreisstraße NEW 21 nach Hütten abbiegen. Hierbei hat er allerdings den in entgegengesetzter Fahrtrichtung fahrenden Pkw eines 22-jährigen US-Soldaten übersehen, so dass es zum Frontalzusammenstoß beider Fahrzeuge gekommen ist.

Der Pkw des US-Soldaten prallte schließlich noch gegen den Pkw eines 57-jährigen Grafenwöhrers, der im Einmündungsbereich verkehrsbedingt wartete. Der Unfallverursacher wurde in seinem Fahrzeug schwer verletzt eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Auch der Fahrer des entgegenkommenden PKW, sowie dessen Ehefrau wurden durch den Unfall schwer verletzt und mussten in die umliegenden Krankenhäuser (Weiden/Amberg) eingeliefert werden.

Der Grafenwöhrer Unfallbeteiligte blieb unverletzt. Der Sachschaden dürfte sich auf ca. 23000 Euro belaufen. Die Feuerwehren Grafenwöhr, Gmünd, Hütten und Kaltenbrunn waren mit einem Großaufgebot vor Ort und übernahmen die Absicherung und Verkehrsleitung.