DNA Untersuchungen im Fall Peggy und der NSU dauern an

Archivfoto: Privat

OBERFRANKEN. Die Ermittlungen zu der Frage, ob eine Verbindung zwischen der Uwe Böhnhardt zuzuordnenden DNA-Spur und dem Verschwinden von Peggy K. besteht, dauern an. Der Medienhype und damit verbundenen Verschwörungstheorien sind  ein böser Nebeneffekt der Nachrichtenwelt.




Neben einem beauftragten Untersuchungsinstitut befassen sich auch weitere Gutachter und die Ermittler der Sonderkommission (SOKO) sowie die Staatsanwaltschaft Bayreuth derzeit mit diesem Spurenkomplex. Erst die Summe aller Untersuchungsergebnisse und Ermittlungen ermöglicht eine verlässliche Bewertung und Einordnung dieser Spur.

Die Verifizierung der DNA-Spur ist derzeit neben der sonst in alle Richtungen mit Nachdruck weiterlaufenden Ermittlungsarbeit ein Schwerpunkt. Dazu wird Spurensicherungsgerät der Tatortgruppe der Polizei Thüringen, das sowohl im Fall Uwe Böhnhardt als auch bei den Spurensicherungsmaßnahmen im Zusammenhang mit den aufgefundenen sterblichen Überresten von Peggy K. eingesetzt worden sein könnte, überprüft.




Ermittler wollen zunächst Sicherheit

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth und die Ermittler der SOKO haben insoweit von Beginn an Vorrang auf die Überprüfung der Identität der Spur gelegt und sich nicht auf eine Hypothese festgelegt. Dass ein erster Treffer auf die NSU Rückschlüsse zieht, ist nicht unbedingt ungewöhnlich. Diverse Verunreinigungen hat es schon öfter gegeben.

Nicht so oft passiert es allerdings, dass Ergebnisse dann an die Öffentlichkeit durchdringen. Im vorliegenden Fall ist das Interesse der Medien natürlich hoch und erste Informationen sind dabei wohl durchgesickert, bevor die Ermittler sichere Ergebnisse liefern konnten.




Eine kriminalistisch belastbare, fallbezogene Beurteilung kann erst bei Vorliegen aller Ergebnisse erfolgen. Die Untersuchungen werden noch einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen. Erst wenn ein Gesamtergebnis vorliegt, erfolgt eine Information seitens der Ermittlungsbehörden. Zu den vergangenen Pressemeldungen waren die Behörden gezwungen, weil entsprechende Unruhe und Gerüchte entstanden sind. Ob die NSU nun tatsächlich etwas mit dem Mord an Peggy zu tu hat, bleibt abzuwarten.

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