Zahlreiche Wildunfälle: Polizei bittet um Aufmerksamkeit

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BAYERN. Es ist wieder diese dunkle Jahreszeit, wo nicht nur Einbrecher und Autodiebe Hochkonjunktur feiern. Es bricht auch eine Jahreszeit an, wo den ganzen Tag über mit Wildwechsel zu rechnen ist. In den letzten Tagen sind bereits vermehrt Wildunfälle gemeldet worden.




Mit Beginn der dunkleren Jahreszeit kommt es vermehrt zu Wildunfällen, denn es ist Brunftzeit. Auch die Ernte auf den Feldern macht den Tieren schwer zu schaffen. Es gibt kaum noch hohe Felder und auch die eingesetzten landwirtschaftlichen Maschinen schrecken die Tiere auf. Nun kommt es vermehrt zu Wildwechsel auf den Straßen. Und wo ein Tier zu sehen ist, folgen oft noch weitere.

Unser Tip bei einer Sichtung: Bremsen, Abblenden und hupen. Ausweichmanöver sollte man vermeiden. Und wenn es doch um Unfall gekommen ist, bitte unbedingt die Polizei (110) anrufen. Das ist nicht nur wichtig für die Versicherung. Denn die Beamten können ein Tier erlösen oder den Jäger vertändigen wenn es verletzt geflüchtet ist. Wer Wildunfälle nicht meldet macht sich strafbar!




Unfälle in der Region

Am Donnerstagmorgen befuhr ein 42-Jähriger mit seinem BMW die Kreisstraße LIF 22 von Kaspauer in Richtung Weismain. Zwischen Kaspauer und der Erlacher Kapelle kreuzte ein Reh die Fahrbahn und wurde frontal vom BMW erfasst. Am Auto entstand ein Sachschaden von ca. 1.000 Euro, verletzt wurde der Fahrer nicht.




Rund 5.000 Euro Sachschaden und ein verendetes Reh ist die Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich am Donnerstagmorgen auf der B 289, zwischen Weidnitz und Horb, ereignete. Das Tier kreuzte die Fahrbahn und wurde dabei von einem Audi erfasst. Durch den heftigen Aufprall wurde der Audi derart im Frontbereich beschädigt, dass er nicht mehr fahrbereit war und abgeschleppt werden musste. Verletzt wurde die 55-jährige Fahrerin nicht.




Ein getötetes Wildschwein und ca. 4.000 Euro Sachschaden ist die Bilanz eines Verkehrsunfalls der sich am Donnerstagabend auf der Staatsstraße 2191 in Weismain ereignete. Auf Höhe des Netto-Marktes kreuzte das Tier die Fahrbahn und wurde vom Mazda erfasst. Verletzt wurde die 22-jährige Fahrerin nicht.




Am frühen Freitagmorgen, gegen 00.15 Uhr, befuhr ein 48-Jähriger mit seinem Mercedes die Staatsstraße 2203 zwischen Burkheim und Isling. Kurz nach Burkheim sprang ein Reh von rechts auf die Fahrbahn und wurde vom Mercedes erfasst. Am Auto entstand ein Sachschaden von ca. 500 Euro, der Fahrer blieb unverletzt.




Auch im Raum Münchberg haben sich zwei Wildunfälle ereignet. „Mit geringem Schaden“, wie die Polizei mitteilte. Details wurden nicht genannt.