Suchaktion nach der vermissten Anna Poddighe fortgesetzt

Archivfoto: Polizei

AMBERG. Im Zusammenhang mit der jahrelang vermissten Anna Poddighe suchten im Laufe der letzten zwei Tage Einsatzkräfte ein größeres Waldstück sowie ein Gewässer südöstlich von Amberg ab. Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber Reporter24, warum diese Maßnahmen jetzt durchgeführt werden.




Wie bereits mehrfach in diversen Medien berichtet, ist seit Mitte Juni des Jahres 2012 Anna Poddighe aus Amberg spurlos verschwunden. Zuletzt lebend gesehen, wurde sie am 17.06.2012 von ihrem damaligen Lebensgefährten. Laut seinen Angaben, verließ sie an diesem Tag alleine die gemeinsame Wohnung, um das Amberger Altstadtfest zu besuchen. Seit dieser Zeit gibt es kein Lebenszeichen von der Frau. Alle bis dato durchgeführten Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen verliefen ergebnislos.

Foto: Polizei
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Suchmaßnahmen aktuell wieder aufgenommen

Am Dienstag und Mittwoch fanden erneute Suchmaßnahmen statt. Polizeibeamte mit Leichensuchhunden suchten sowohl das oben genannte Waldstück, als auch mit Unterstützung einer technischen Sondereinheit der Bereitschaftspolizei einen Baggersee ab. Einen konkreten Grund für die Suche, wie beispielsweise einen neuen Hinweis, gab es laut Polizeisprecher Stefan Hartl nicht.




Vielmehr wolle man regelmäßig auf Veränderungen von Bodenbeschaffenheiten und der Umgebung reagieren. Auch wenn es niemand wörtlich aussprechen will, so dürfte klar sein, dass es bei der Absuche natürlich darum geht, den Leichnam der Vermissten zu finden. In der Folge wäre nicht nur Gewissheit in der Vermisstensache geschaffen, denn eine dann ersichtliche Todesursache könnte natürllich weiteren Aufschluss bringen. Die Suchmaßnahmen verliefen bislang ergebnislos, werden jedoch morgen fortgesetzt.




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Zeugenaufruf mit Belohnung

Abschließend sei erwähnt, dass das Bayerische Landeskriminalamt bereits im Jahr 2014 für Hinweise, die zur Klärung einer vorliegenden Straftat oder zur Festnahme eines Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 5.000 (i. W. fünftausend) Euro ausgesetzt hat, die unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt wird. Diese Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Amtsträger bestimmt, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört.

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Bis dato brachten die Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen keinen Erfolg. Konkrete Hinweise auf einen Suizid oder einen Unfall oder zu sonstigen Gründen ihres Verschwindens liegen nicht vor. Auch ein umfassender Beitrag in der Sendung „Aktenzeichen XY“ brachte nicht den erhofften Erfolg. Damit muss auch eine mögliche Gewalttat an der Frau in Betracht gezogen werden, weswegen sich die Suchmaßnahmen auch auf einen Leichenfund konzentrieren.

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In die Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen sind nach wie vor die Polizeibehörden in Italien eingebunden, nachdem sowohl die Eltern als auch die Tochter der italienischen Staatsangehörigen dort leben. Hinweise, ob und wo Anna Poddighe nach dem 17.06.2012 gesehen worden ist, bzw. zu ihrem derzeitigen Aufenthalt nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Amberg oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.