30 Kilometer Verfolgungsfahrt: Gestohlener Corsa auf Feldlweg verunglückt

Symbolbild

DINKELSBÜHL, LKR. ANSBACH / HEINERSREUTH, LKR. BAYREUTH. Beamte des Ansbacher Einsatzzuges nahmen heute Vormittag (12.09.2016) einen 35-jährigen Unterfranken fest. Zuvor lieferte er mehreren Polizeistreifen eine Verfolgungsfahrt durch den Landkreis Ansbach.




Gegen 08:45 Uhr fuhr der 35-Jährige mit einem Opel Corsa bei einer Tankstelle in Wassertrüdingen vor und tankte den Pkw auf. Ohne zu bezahlen, setzte er wenig später seine Fahrt fort. Ein aufmerksamer Zeuge hatte den Sachverhalt beobachtet und verständigte umgehend die Polizei. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung entdeckte eine Streife des Einsatzzuges Ansbach das Fahrzeug, als es auf die BAB 6 auffuhr. Inzwischen war bekannt, dass das Fahrzeug in Oberfranken rechtswidrig abhandengekommen war.

Trotz deutlicher Anhaltezeichen durch die Polizei setzte der Fahrer seinen Weg fort. An der Ausfahrt Aurach verließ er die Autobahn und fuhr auf der Staatsstraße 1066 weiter. Letztlich bog er in einen Feldweg ab und verursachte kurz darauf in einem Waldstück alleinbeteiligt einen Verkehrsunfall. Dabei wurde der 35-Jährige leicht verletzt. Unmittelbar danach erfolgte die Festnahme.




Der Beschuldigte, der nach ersten Erkenntnissen weder unter Drogen- noch Alkoholeinfluss stand, wurde zur Dienststelle gebracht, der Opel Corsa sichergestellt und abgeschleppt. Bisher ist der Polizei nicht bekannt, ob durch die rund 30 Kilometer lange Verfolgung weitere Verkehrsteilnehmer behindert, gefährdet oder gar geschädigt wurden. Diesbezüglich bittet die Dinkelsbühler Polizei mögliche Zeugen um Nachricht unter Telefon 09851 57 19 – 0.

Zurzeit prüft die sachbearbeitende Dienststelle, ob der Beschuldigte einem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage überstellt werden muss. Wegen mehrerer straf- und verkehrsrechtlicher Verstöße wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.