2.200 Abschiebungen bis Mitte August – Auch Krisengebiete sollen kein Hindernis sein

MÜNCHEN. 64 abgelehnte Asylbewerber aus dem Kosovo mussten am Freitag Deutschland wieder verlassen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hatte die Asylanträge der Asylbewerber abgelehnt. Bayerns  Innenminister Joachim Herrmann sagte, damit seien im Jahr 2016 bereits mehr als 2.200 Asylbewerber aus Bayern abgeschoben worden.




Knapp 8.200 ausreisepflichtige Ausländer reisten bis zum 31. Juli 2016 freiwillig aus. Unter den 64 Personen, die am Freitag vom Münchner Flughafen in den Kosovo nach Priština geflogen wurden, sind auch drei abgelehnte Asylbewerber, die bei der Regensburger Dombesetzung dabei waren.

Wir bleiben unserer Linie treu. Alle vollziehbar Ausreisepflichtigen müssen rasch in ihre Heimatländer zurückkehren. Wir können eine Integration anerkannter Flüchtlinge schaffen, wenn wir abgelehnte Asylbewerber konsequent zurückführen. (Innenminister Joachim Herrmann, CSU)




Herrmann forderte Bund und Bundesländer erneut auf, sich auch der Abschiebung in Krisengebiete nicht länger zu verschließen. So werde zum Beispiel die Gegend im nordafghanischen Masar-e Scharif unter anderem von der Bundeswehr geschützt: „Es ist sicher den meisten afghanischen Asylbewerbern zuzumuten, dorthin zurückzukehren.“