Schwere Motorradunfälle in Unterfranken: Eine Tote und fünf Verletzte

UNTERFRANKEN. Am frühen Samstagnachmittag haben sich bislang drei schwere Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Motorradfahren auf den unterfränkischen Straßen ereignet. Eine 53-jährige Bikerin wurde tödlich und ein 24-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt. Vier weitere Menschen kamen mit leichteren Verletzungen davon.

Tödlicher Unfall im Kreis Aschaffenburg

Gegen 12:15 Uhr war eine 53-Jährige Honda-Bikerin auf der Staatsstraße 2312 aus Hessenthal kommend in Fahrtrichtung Rohrbrunn unterwegs. Die Frau war in einer Gruppe von insgesamt drei Motorrädern gefahren. Kurz vor Echterspfahl näherten sich die Zweiradfahrer einem rechts am Seitenstreifen stehenden Opel Meriva.

Der Pkw wurde von einem 83-Jährigen gelenkt und blinkte dem Sachstand nach links. Offenbar gingen die Biker davon aus, dass der Autofahrer in Richtung Rohrbrunn anfahren wollte und sie leiteten einen Überholvorgang ein. Der 83-Jährige war jedoch im Begriff über die Fahrbahn nach links in einen Waldweg abzubiegen. Die Honda-Fahrerin konnte nicht mehr ausweichen und prallte frontal in die linke Seite des Opels. Für die Frau, die aus dem Landkreis Offenbach stammt, kam jede Hilfe zu spät, sie erlag noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurde ein Sachverständiger mit in die Ermittlungen eingeschaltet. Zusammen mit seinen Erkenntnissen soll der Unfallhergang exakt rekonstruiert werden. Um die Unfallaufnahme kümmerten sich Beamte der Polizeiinspektion Aschaffenburg.




Biker in Lebensgefahr

Ebenfalls gegen 12:15 Uhr war ein 24-jähriger Kawasaki-Fahrer auf der Staatsstraße 2429 von Junkerhausen kommend in Fahrtrichtung Bahra unterwegs. Etwa 350 Meter vor der Ortschaft Bahra verlor der Biker aus bislang unklarer Ursache im leicht kurvigen Streckenverlauf die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte.

Er prallte gegen einen Wasserdurchlass und schleuderte mehrere Meter durch die Luft. Der Mann kam letztlich am Fahrbahnrand schwer verletzt zum Liegen. Ein vorausfahrender Motorradfahrer kümmerte sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um den Verletzten, der aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld stammt. Er wurde nach einer notärztlichen Erstversorgung per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Nach derzeitigen Erkenntnissen hat sich das Geschehen ohne Fremdbeteiligung abgespielt. Die Polizeiinspektion Mellrichstadt hat die Unfallermittlungen vor Ort aufgenommen.




Mehrere Verletzte nach Crash zwischen PKW und Krad

Im Landkreis Main-Spessart krachte es kurz vor 18 Uhr. Auf der Staatsstraße zwischen Zellingen und Erlabrunn ist ein PKW mit einem Motorrad kollidiert. Insgeamt wurden vier Personen verletzt. Details sind bislang (18:25 Uhr) nicht bekannt. Die Rettungskräfte sind noch im Einsatz.

Update:

Gegen 17:45 Uhr war ein 40-jähriger Motorradfahrer auf seiner Yamaha aus Richtung Erlabrunn kommend in Fahrtrichtung Zellingen unterwegs. Hinter ihm fuhr eine 53-jährige Renault-Fahrerin. Ein 57-Jähriger am Steuer eines Fords fuhr hinter der Kolonne. Aus bislang noch ungeklärter Ursache verlangsamte der Motorradfahrer seine Geschwindigkeit, ebenso wie die folgende Renault-Fahrerin. Dies hat der Ford-Fahrer offensichtlich zu spät erkannt und er wich auf die Gegenfahrbahn aus. Da dort ein Fahrzeug unterwegs war, zog er wieder nach rechts und prallte auf den Renault der 53-Jährigen, die dem Sachstand nach auf das Motorrad geschoben wurde.




Der Ford überschlug sich nach dem Zusammenprall und kam links neben der Fahrbahn in einem Schrebergarten zum Stehen. Der Motorradfahrer stürzte von seinem Gefährt. Der Mann am Steuer des Fords, seine 56-jährige Beifahrerin, die Renault-Fahrerin und der Lenker der Yamaha erlitten allesamt Verletzungen. In einem ansprechbaren Zustand wurden sie in Krankenhäuser eingeliefert.

Der Gesamtsachschaden wird auf etwa 15.000 Euro geschätzt. Neben 15 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Zellingen waren auch drei Rettungsfahrzeuge und ein Notarzt vor Ort. Um die Unfallaufnahme kümmerten sich Beamte der Polizeiinspektion Karlstadt. Die Staatsstraße 2300 war für die Dauer der Unfallaufnahme und den sich anschließenden Aufräumarbeiten bis etwa 19:30 Uhr komplett gesperrt.