Umstellung auf Sommerzeit – Jetzt vormerken!

INFO. Es ist mal wieder soweit. Am 27. März werden die Uhren umgestellt. Ob vor oder zurück? Das verraten wir in diesem Beitrag. Es gibt viele Eselsbrücken, wir verraten euch aber die wirksamste Gedankenstütze und erinnern euch mit diesem Bild an die bevorstehende Zeitumstellung.




Für Langschläfer wird die Zeitumstellung am letzten März-Wochenende wieder hart. In der Nacht zum Sonntag (27. März) rücken die Uhren um 2.00 Uhr wieder eine Stunde vor auf 3.00 Uhr. Die Nacht wird also etwas kürzer, was wohl jeden Nachtschichtler freuen wird. Dafür bleibt es jetzt abends auch eine Stunde länger hell, wovon besonders Berufstätige profitieren, die nach Feierabend noch ein wenig Zeit draußen verbringen möchten.

Gesund ist diese Umstellerei natürlich nicht. Auf den Körper kann das verschiedene Auswirkungen haben, die meisten Menschen stecken es allerdings relativ gut weg. Bereits im vergangenen Jahr präsentierte die DAK-Gesundheit jedoch die Ergebnisse eine Langzeitanalyse, wonach die Zeitumstellung im Frühling das Herzinfarkt-Risiko erhöhe. Über das Für und Wider der oftmals unbeliebten Zeitumstellung wird seit Jahren diskutiert.




Vor oder zurück?

Jeder macht sich wohl seine eigenen Gedanken, wie man sich am besten merken kann, ob vor oder zurück gestellt werden muss. Dabei ist es ganz einfach. Stellen wir uns einfach einmal eine Gartenbank-Garnitur vor. Im Sommer stellen wir dieser vor das Haus (Uhr wird vorgestellt). Im Winter wird sie wieder zurück in den Keller getragen (Uhr wird zurückgestellt).

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Foto: Reporter24|Schneider

Die mitteleuropäische Sommerzeit beginnt jeweils am letzten Sonntag im März um 02:00 Uhr MEZ, indem die Uhr um eine Stunde von 02:00 Uhr auf 03:00 Uhr vorgestellt wird. Sie endet jeweils am letzten Sonntag im Oktober um 03:00 Uhr MESZ, indem die Uhr dann um eine Stunde von 03:00 Uhr auf 02:00 Uhr zurückgestellt wird.




Warum wird denn ständig umgestellt?

Eingeführt wurde die Zeitumstellung erstmals am 30. April 1916 im Deutschen Reich sowie in Österreich-Ungarn und noch im selben Jahr auch im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland. Im Jahr 1975 beschlossen die meisten Länder der damaligen Europäischen Gemeinschaft die Einführung der Sommerzeit. Die Umsetzung erfolgte ab 1977. Der Grund für die ganze Umstellerei sollte eigentlich wirtschaftliche Gründe haben. Nach der Ölkrise 1973 sollte durch eine bessere Nutzung des Tageslichtes Energie gespart werden. Dass die erwünschte Energieeinsparung auch in Deutschland durch die saisonale Zeitumstellung nicht erreicht wurde, bestätigte die Bundesregierung 2005 auf eine Anfrage der FDP-Fraktion.

Man wolle aber an der Umstellung festhalten, solange die Mitgliedsstaaten der EU nicht gemeinsam die Absicht hätten, die Sommerzeit abzuschaffen. Das Umweltbundesamt stellte keine positiven Energiespareffekte fest, da die Einsparung an Strom für Beleuchtung durch den Mehrverbrauch an Heizenergie durch die Vorverlegung der Hauptheizzeit „überkompensiert“ werde. Der zunehmende Einsatz von Energiesparlampen würde diesen Effekt in Zukunft zudem weiter verstärken. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. 2009 wurde ein Alleingang erneut abgelehnt, weil eine einheitliche Zeitregelung „für ein reibungsloses Funktionieren des Binnenmarktes unerlässlich“ sei.