Schon wieder: Polizei deckt vermeintlichen Überfall als Schwindel auf

WUNSIEDEL / SCHWEINFURT. Von zwei unbekannten Tätern sei ein 35-Jähriger Sicherheitsbediensteter am Neujahrsabend im Wunsiedeler Ortsteil Holenbrunn überfallen worden. Das Opfer habe sich mit Pfefferspray gewehrt und die Angreifer in die Flucht schlagen können. Wie sich nun herausstellte, hatte der Mann die Geschichte frei erfunden.

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Kurz vor 23 Uhr schlug der Securitymitarbeiter am 1. Januar bei der Kriminalpolizei in Schweinfurt auf und erklärte den Beamten des dortigen Kriminaldauerdienstes, dass er wenige Stunden zuvor in der Bahnhofstraße in Wunsiedel von zwei Männern überfallen worden sei. Gegen 19 Uhr soll sich dem 35-Jährigen ein zirka 180 Zentimeter großer Mann von hinten angenähert und versucht haben, ihm seine Sporttasche zu entreißen.



 

Bei der Auseinandersetzung mit den zwei Unbekannten, habe das vermeintliche Opfer auch sein Pfefferspray gegen die Täter eingesetzt. Dadurch habe er die Angreifer überwältigen und selbst zum Wunsiedeler Bahnhof flüchten können. Auf der Flucht hatte er angeblich seinen Geldbeutel samt Personalausweis verloren.

Bereits bei der Anzeigenaufnahme in Schweinfurt zeigten sich erste Zweifel an der Geschichte des Mannes. Zuständigkeitshalber übernahmen Spezialisten des Fachkommissariats für Eigentumsdelikte der Hofer Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen.

Durch Spurenauswertungen und geschickte Vernehmungstaktik gelang es den Ermittlern nun den Schwindel aufzudecken.


In Wahrheit hatte der Sicherheitsbedienstete die Geschichte frei erfunden und räumte dies auch gegenüber den Beamten ein. Der Schwindler wird sich nun wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten müssen.