Mobiltelefone und Tablets im großen Stil gestohlen – Polizei nimmt Asylbewerber fest

BAD NEUSTADT A. D. SAALE. Nachdem aus einem Elektronikgeschäft zahlreiche Smartphones und Tablets im Wert von rund 5.000 Euro entwendet worden waren, haben die Verantwortlichen in der vergangenen Woche die Polizei eingeschaltet. Im Rahmen der Ermittlungen konnten zwei Tatverdächtige festgenommen werden, einer sitzt nach Entscheidung des Ermittlungsrichters mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt ein.




Aus einem Elektronikmarkt in der Borsigstraße waren, wie erst durch einen Inventurbericht ans Licht kam, im Januar rund 40 Mobiltelefone sowie sechs Tablets und Speichermedien gestohlen wurden. Der Geschädigte wandte sich an die Bad Neustädter Polizei. Die Auswertung der Videoaufzeichnungen brachte mehrere Tatverdächtige ins Spiel, von denen einer am vergangenen Donnerstag durch einen Angestellten im Einkaufsmarkt wiedererkannt wurde. Der Mann verständigte sofort die Polizei. Eine Streife der Polizeiinspektion Bad Neustadt nahm wenig später noch in dem Geschäft einen 27-jährigen Osteuropäer fest. Bei dem Beschuldigten konnte ein gestohlenes Smartphone sichergestellt werden.

Beute in Asylunterkunft sichergestellt

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurde noch am Abend die Gemeinschaftsunterkunft des Mannes durchsucht. Hierbei wurden weitere Beweismittel sichergestellt. Der Beschuldigte ist nun zudem dringend verdächtig, Mitte Januar zwei Tablets aus dem Elektronikmarkt entwendet zu haben.




Bei einer weiteren Durchsuchung am Donnerstag hatten die Beamten unter anderem fünf Mobiltelefone sichergestellt, die von mehreren Diebstählen aus dem oben genannten Fachgeschäft stammen. Ein 37 Jahre alter Tatverdächtiger aus Osteuropa muss sich nun wegen insgesamt drei Taten, bei denen er Mobiltelefone aus dem Elektronikmarkt entwendet haben soll, verantworten. Der Beschuldigte wurde noch am Donnerstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl wegen Fluchtgefahr erließ. Der 37-Jährige sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Mittlerweile ist die Kripo Schweinfurt in die Ermittlungen eingebunden. Diese prüft insbesondere, ob die Tat überörtliche und bandenmäßige Strukturen aufweist. Die Ermittlungen der Kripo Schweinfurt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt, insbesondere zur Identifizierung weiterer Mittäter und der Aufklärung weiterer Taten, dauern an.