Feierliche Vereidigung bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei

NÜRNBERG. Innenminister Joachim Herrmann nimmt bei großer Vereidigungsfeier der Bayerischen Polizei in Nürnberg den Amtseid ab: 1.249 neue Polizisten. Hochengagiert, professionell und mit hoffentlich viel Fingerspitzengefühl. Minister kündigt auch zukünftig hohe Einstellungszahlen an.

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Foto: Polizei

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat am Samstag (11.07.2015) zusammen mit dem Präsidenten der Bayerischen Bereitschaftspolizei, Wolfgang Sommer, 1.249 neu eingestellten jungen Polizistinnen und Polizisten der Bayerischen Polizei im Beisein ihrer Angehörigen feierlich den Amtseid abgenommen. Bei der zentralen Vereidigungszeremonie mit insgesamt mehr als 5.000 Teilnehmern, die bereits zum sechsten Mal in der Frankenhalle des Messezentrums Nürnberg stattfand, hob Herrmann die besonderen Anforderungen des Polizeidienstes hervor.

Unsere Polizistinnen und Polizisten sind hochengagiert, professionell und haben viel Fingerspitzengefühl. Sie stehen für einen höflichen und freundlichen Umgangston, zugleich aber auch für ein konsequentes Einschreiten. (Joachim Herrmann)

Diese Philosophie sei auch der wesentliche Schlüssel für den Erfolg des G7-Gipfels in Elmau gewesen, dem größten Einsatz in der Geschichte der Bayerischen Polizei. Die neu eingestellten 307 Frauen und 942 Männer leisten ihren Dienst bei den Ausbildungsstandorten der Bayerischen Bereitschaftspolizei in Dachau, Eichstätt, Königsbrunn, Würzburg und Sulzbach Rosenberg/Nabburg sowie an den Fachhochschulen Sulzbach-Rosenberg und Fürstenfeldbruck.



Zahlreiche Polizeianwärter mit ausländischen Wurzeln

Mit dabei sind Polizeianwärter mit österreichischen, türkischen, russischen, griechischen, spanischen, thailändischen, kroatischen, portugiesischen, italienischen, rumänischen, amerikanischen und irakischen Wurzeln. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass diese Kolleginnen und Kollegen aufgrund ihrer Sprachkenntnisse und ihres kulturellen Hintergrunds einfacher den direkten Draht zu Menschen mit Migrationshintergrund herstellen können“, so der Innenminister. Dabei haben alle Polizeianwärter ein strenges Auswahlverfahren durchlaufen. Neben umfangreichem Allgemeinwissen wurden unter anderem auch die soziale Kompetenz und das logische Denkvermögen getestet. Dazu kam ein anspruchsvoller Sporttest sowie eine ärztliche Untersuchung. Nur rund jeder neunte Bewerber wurde zur Ausbildung zugelassen.

Acht Spitzensportler

dsc_2679_1_TS8QBAuch acht Spitzensportler der Spitzensportfördergruppe der Bayerischen Polizei aus den Sportarten Bob, Biathlon, Snowboard, Skeleton und Ski Cross haben heute den Amtseid abgelegt, darunter der Juniorenweltmeister 2015 im Viererbob, Christoph Hafer. Seit Sommer 2012 gibt es für Spitzensportler bei der Bayerischen Polizei die Möglichkeit einer gestreckten Ausbildung. Während die Polizei für die berufliche Absicherung der Spitzensportler sorgt, organisieren die beteiligten Spitzensportverbände und der Olympiastützpunkt Bayern eine umfassende sportliche Betreuung. Herrmann: „Unsere Spitzensportförderung entwickelt sich mehr und mehr zu einem Erfolgsmodell.“

Weiterhin hohe Einstellungszahlen

Angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen, die von der grenzüberschreitenden Kriminalität bis hin zu den Bedrohungen des internationalen Terrorismus reichen, kündigte Herrmann auch für die kommenden Jahren hohe Einstellungszahlen bei der Bayerischen Polizei an. „Wir werden den derzeit höchsten Personalstand aller Zeiten bei der Bayerischen Polizei noch weiter ausbauen“, so der Minister. 2015 sollen insgesamt wieder mehr als 1.200 neueingestellte Polizistinnen und Polizisten dazukommen. In den vergangenen fünf Jahren wurden bereits rund 6.600 Nachwuchsbeamte bei der Bayerischen Polizei eingestellt. Damit will Herrmann den Vorsprung Bayerns bei der Inneren Sicherheit mit der niedrigsten Kriminalitätsrate und der höchsten Aufklärungsquote weiter ausbauen.



Polizeipräsident Wolfgang Sommer im Gespräch

dsc_2982_1Gerne nutzten die frisch vereidigten jungen Polizistinnen und Polizisten zusammen mit ihren Angehörigen die Möglichkeit, mit dem Präsidenten der Bayer. Bereitschaftspolizei, Wolfgang Sommer, ins Gespräch zu kommen.

 

Der Präsident zeigte sich dabei sichtlich stolz auf seine Auszubildenden und stellte sich gerne für Erinnerungsfotos. „Es ist für mich jedes Jahr aufs Neue ein beeindruckendes und nachhaltiges Erlebnis, mit über 1000 jungen Menschen die Eidesformel zu sprechen!“