Streit im Asylheim: 44-Jähriger schlägt mit Axt zu

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BAYREUTH. Zu einer erneuten tätlichen Auseinandersetzung kam es am Sonntagvormittag in einer Asylbewerberunterkunft. Ein 44-jähriger, aus Ruanda stammender Mann attackierte einen 34-Jährigen mit einer Axt. Dadurch erlitt dieser eine tiefe Wunde am Arm. Gegen den 44-jährigen Angreifer wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bayreuth Haftbefehl erlassen, er sitzt in einer Justizvollzugsanstalt ein.

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Das Asylheim in der Wilhelm-Busch-Straße in Bayreuth. Foto: Reporter24|Schneider


Schon wieder kam es zu einem heftigen Zwischenfall in der Wilhelm-Busch-Straße. Gegen 9.40 Uhr erreichte die Bayreuther Polizei ein Notruf über die Auseinandersetzung in der Asylbewerberunterkunft. Sofort eilten die Beamten zum Tatort und fanden dort den 34-jährigen, aus Uganda stammenden Mann mit einer klaffenden Wunde am Unterarm vor. Ein alarmierter Notarzt und der Rettungsdienst brachten ihn zur Behandlung in ein Krankenhaus.



axtDer 44-jährige Tatverdächtige konnte durch die Einsatzkräfte vorläufig festgenommen werden. Die Bayreuther Kripo übernahm vor Ort die Ermittlungen zu den bislang unbekannten Hintergründen und dem genauen Tatablauf. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bayreuth wurde gegen den 44-Jährigen Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung erlassen, woraufhin ihn die Polizisten im Anschluss in eine Justizvollzugsanstalt einlieferten.

Tätliche Auseinandersetzungen in Asylunterkünften sind leider keine Einzelfälle. Immer wieder kommt es zum Streit zwischen den Bewohnern mit unterschiedlichen Mentalitäten. Sie sind auf engstem Raum zusammengepfercht, dürfen keiner Arbeit nachkommen und haben keinerlei Tagesstruktur. Da kommt es schnell zum Streit, der nicht selten in Handgreiflichkeiten endet. Durch den Einsatz von Sicherheitsdiensten versucht die Regierung hier einzugreifen, kommt aber nicht wirklich damit durch. So müssen immer öfter Polizeibeamte in größeren Stärken auflaufen um die Auseinandersetzungen zu beenden. Es sei jedoch angemerkt, dass es auch in den sozialen Brennpunkten typisch deutscher Wohnblöcke ständig zu solchen Einsätzen kommt. Es liegt also nicht an der Herkunft der Beteiligten, sondern vielmehr an der Perspektivlosigkeit der betroffenen Menschen. (red)