Schon wieder Autodieb gestellt

SELB, LKR. WUNSIEDEL. Ein 39-Jähriger aus der Oberpfalz, der mit einem unterschlagenen Auto unterwegs war, ging am Freitagmittag oberfränkischen Polizisten in Selb ins Netz. Der Mann hatte nicht nur den Opel Corsa unberechtigt in Besitz, sondern stand auch unter Drogeneinfluss und hatte außerdem keinen gültigen Führerschein. Zudem kommt der Oberpfälzer für einen Kennzeichendiebstahl und mehrere Tankbetrügereien im Raum Parsberg, Lkr. Neumarkt i.d.Opf., in Frage.

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Gegen 12.30 Uhr kontrollierten Hofer Verkehrspolizisten zusammen mit Kollegen aus Selb und Rehau den Opel aus dem Zulassungsbereich Neumarkt i.d.Opf. Bei der Überprüfung seiner Personalien, händigte der Mann am Steuer den Beamten zunächst eine Seite eines Reisepasses aus. Die geschulten Polizisten ließen sich aber nicht hinters Licht führen und erkannten das Täuschungsmanöver des Fahrers. Der Oberpfälzer hatte diese Seite nämlich aus dem Reisepass eines Verwandten gestohlen und wollte damit über seine wahre Identität täuschen. Des Weiteren stellten die Streifenbeamten bei dem Fahrer Anzeichen auf Drogenkonsum fest, was ein Schnelltest bestätigte. Der 39-Jährige musste deshalb die Polizisten zur Blutentnahme begleiten. Hinzu kommt, dass der Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist.



Als die Polizisten den Corsa genauer unter die Lupe nahmen, entdeckten sie im Kofferraum Autokennzeichen, die als gestohlen gemeldet waren. Auf Vorhalt räumte der Oberpfälzer ein, die Kennzeichenschilder Ende März in Parsberg von einem anderen Corsa abgeschraubt und entwendet zu haben. Mit den falschen Kennzeichen, die er an dem unterschlagenen Opel montiert hatte, beging er anschließend drei Tankbetrügereien, ebenfalls im Raum Parsberg.

Aufgrund der gesammelten Erkenntnisse nahmen die Polizisten den 39-Jährigen an Ort und Stelle fest und übergaben ihn für die weiteren Ermittlungen an das Fachkommissariat der Hofer Kripo. Die Staatsanwaltschaft Hof ordnete die Vorführung des Beschuldigten beim zuständigen Richter an. Am Samstag erging gegen den Beschuldigten Untersuchungshaftbefehl, er wartet nun in einer Justizvollzugsanstalt auf seine Hauptverhandlung. (red)