Mit falschen Papieren ausgewiesen

WAIDHAUS, LKR NEUSTADT/WN. Ein deutscher Staatsbürger zeigte nach einer Kontrolle durch die Polizei mehrere ausländische Papiere vor. Er wollte seine wahre Identität verheimlichen.

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Bereits am 28.03.2015, gegen 20.45 Uhr, kontrollierte die Polizeiinspektion Fahndung (PIF) am Autobahnparkplatz bei Waidhaus einen Pkw Mercedes mit Münchner Kurzzeitkennzeichen. Bei der Kontrolle zeigte der Mitfahrer einen polnischen Personalausweis vor, der von Polen wegen Diebstahlsverlust zur Sicherstellung ausgeschrieben war. Der angeblich 23-jährige Pole hatte im Ausweis das vorhandene Lichtbild mit seinem Bild ausgewechselt. Zudem bestand der Verdacht, dass der vorgezeigte polnische Führerschein ebenfalls gefälscht war. Die weiteren Überprüfungen führten in den Folgetagen zur wahren Identität des angeblichen Polen.

Bei dem Mann handelte es sich um einen 21-jährigen Deutschen, der wegen zwei Fahrverboten ausgeschrieben war. Erst beim zweiten Fahrverbot gab er den Führerschein in Verwahrung. Mit dem polnischen Ausweisen versuchte er seine wahre Identität und sein Fahrverbot zu verheimlichen. Da in der Jacke nicht zuletzt geringe Mengen Marihuana und im Auto eine Marihuana-Pfeife aufgefunden wurden, ermittelte die PIF nicht nur wegen Urkundenfälschung und Fahren trotz Fahrverbot, sondern zudem wegen eines Vergehens nach dem Betäubungsmittelgesetz.



Im Verlauf der weiteren Recherchen wurde bekannt, dass der 21-Jährige seit einem Jahr monatlich einen Tankbetrug begangen hatte. Die beiden sichergestellten Dokumente wurden dem Landeskriminalamt München zur kriminaltechnischen Untersuchung übersandt. Bis zur Klärung des Anfangsverdachtes konnte der Deutsche mit seinen Bekannten die Weiterreise nach München fortsetzen. Da keiner der Insassen einen Führerschein besaß, mussten sie sich um einen Ersatzfahrer kümmern. Bei den weiteren Ermittlungen wurde bekannt, dass der angebliche Pole in München ein Bankkonto eröffnet und einen weiteren gefälschten polnischen Führerschein im Besitz hatte. (jm)