Schwerer Betriebsunfall in Weiden

WEIDEN. Bei Abbrucharbeiten auf der Baustelle eines Verlagshauses ereignete sich am Mittwoch, dem 25.03.2015, kurz nach 17.00 Uhr ein Betriebsunfall. Ein umgestürzter Bagger sorgte dafür, dass die Einsatzkräfte stundenlang im Einsatz waren.

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Foto: Reporter24|Vogelsteller

Der Baggerfahrer einer Firma aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, ein 41-jähriger Iraker, war gerade damit beschäftigt, das alte Fundament zu entfernen. Dieses erwies sich jedoch als massiver, wie zunächst vermutet worden war. Beim Aushebeln eines Stückes stürzte der Bagger auf dem instabilen Untergrund (Betonbruchstücke) plötzlich um und kam auf der Seite zum Liegen. Über den Notruf 112 wurde die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz alarmiert. Daraufhin eilten Feuerwehr, BRK und Polizei zum Einsatzort. Wie sich schnell herausstellte, hatte sich der Baggerfahrer glücklicherweise nur Schürfwunden zugezogen. Er wurde im Klinikum ambulant behandelt und kam anschließend wieder an die Unfallstelle, um zu helfen. Mittlerweile war der Firmenchef verständigt worden, der eine Firma aus Wackersdorf mit der Bergung des Baggers beauftragte.

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Foto: Reporter24|Vogelsteller

Der Autokran aus Wackersdorf traf gegen 20.00 Uhr an der Unfallstelle ein. Für dessen Einsatz musste die Dr.-Pfleger-Straße zwischen der Weigel- und der Brenner-Schäffer-Straße drei Stunden lang gesperrt werden. Mittlerweile war am Unglücksort neben dem BRK und der Freiwilligen Feuerwehr unter der Leitung von Stadtbrandrat Richard Schieder auch das THW eingesetzt. Das Technische Hilfswerk war beim Ausleuchten der Unfallstelle behilflich. Auch beim Aufbau der Straßensperrung und dem Umleiten des Verkehrs wurde von den Rettungskräften Hand in Hand zusammen gearbeitet. Kurz vor 23.00 Uhr stand der Bagger wieder „auf seinen Beinen“. Wenige Minuten später konnte der Autokran wieder abrücken und die Dr.-Pfleger-Straße wieder freigegeben werden. Die Höhe des Schadens am Bagger bewegt sich im fünfstelligen Bereich. Genaueres muss eine Überprüfung der Mechanik ergeben. An der Unglücksstelle waren neun Rettungssanitäter, elf Helfer des THW und 17 Männer / Frauen der Feuerwehr eingesetzt. (red)