Mitgliederversammlung der freiwilligen Feuerwehr

BAYREUTH. Am Freitag fand bei der Bayreuther Feuerwehr die alljährliche Mitgliederversammlung im Gemeinschaftshaus Aichig statt. Eingeladen waren alle freiwilligen Kameraden aus dem Stadtgebiet und den umliegenden Stadtteilen.

Die Versammlung begann um 20 Uhr mit den Grußworten von Vorstand und Altbürgermeister Dr. Michael Hohl sowie Feuerwehrpfleger Stefan Bauske, der auch die Vertretung für Frau Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe übernahm. Nach einer kurzen Ehrung der Toten folgte die altersbedingte Verabschiedung dreier Mitglieder. Dr. Michael Hohl und Stadtbrandrat Ralph Herrmann bedankten sich bei den Kameraden für jeweils über 40 Jahre aktive Dienstzeit in der Freiwilligen Feuerwehr Bayreuth.

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Foto: Feuerwehr
Im anschließenden Bericht des Vorstands wurde auf das vergangene Jahr zurückgeblickt, wobei besonders der Ausflug des Gesamtvereins ins Burgenland und die Feuerwehraktionswoche mit Tag der Offenen Tür in der Feuerwache zu nennen sind. Stadtbrandrat Ralph Herrmann bilanzierte in seinem Bericht die Gesamtstärke der Freiwilligen Feuerwehr Bayreuth. So sind in den 12 Abteilungen insgesamt 312 Feuerwehrdienstleistende aktiv, davon 16 Frauen und 22 Jugendfeuerwehrler.

Den ausgeschiedenen Kameraden sprach Herrmann noch einmal seinen Dank aus für die verantwortungsvolle Arbeit, welche sie über die Jahre hinweg geleistet haben und bedankte sich bei den Nachfolgern für deren Bereitschaft diese Rolle zu übernehmen. Dank sprach er auch den Jugendfeuerwehrlern und deren Ausbildern für die engagierte Arbeit im letzten Jahr aus.

 

Fakten und Zahlen

Aus technischer Sicht konnten im Jahr 2014 zwei Fahrzeuge beschafft werden. Neben einem gebrauchten Tragkraftspritzenfahrzeug für die Abteilung Oberkonnersreuth, konnte ein „brandneues“ Löschgruppenfahrzeug (LF 20) für die Abteilung Seulbitz in Dienst gestellt werden, sodass sich der aktuelle Fahrzeugbestand auf 46 Fahrzeuge und neun Anhänger beläuft. Aber nicht nur Fahrzeuge, sondern auch einzelne Gerätschaften wurden erneuert. So wurden unter anderem drei Wärmebildkameras, zwei Gasmessgeräte, ein Nebellösch-Set und zwei Chemikalienschutzanzüge angeschafft. Außerdem wurden 164 Handsprechfunkgeräte für den Digitalfunk bereitgestellt. Stadtbrandrat Herrmann bedankte sich hierfür bei der Oberbürgermeisterin, dem Feuerwehrpfleger und allen Stadträten für die Genehmigung dieser Posten.

Von Seiten der Aktiven haben im letzten Jahr vier Gruppen die Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“ abgelegt. Des Weiteren besuchten 35 Kameraden Lehrgänge an den staatlichen Feuerwehrschulen und insgesamt 105 Aktive wurden am Standort selbst ausgebildet. Die Abteilung St. Georgen nahm wieder erfolgreich am Bezirksleistungsmarsch teil und belegte dort den 10. Platz. Den Kameraden, die dafür ihre Freizeit und teilweise ihren Urlaub geopfert haben, dankte Herrmann herzlich.

Bei insgesamt 161 Veranstaltungen wurden im Jahr 2014 Sicherheitswachen abgehalten, wobei 464 Mann insgesamt 2716 Arbeitsstunden abgeleistet haben. Der Einsatzaufwand belief sich im vergangenen Jahr auf 803 Einsätze, wobei 452 Einsätze auf Technische Hilfeleistungen und 351 Einsätze auf Brände entfielen. Im Vergleich zum Jahr davor eine leichte Steigerung um 35 Einsätze. Dabei konnten 104 Personen gerettet werden, für 14 Personen kam leider jede Hilfe zu spät.

Einen Überblick über die Finanzen des Vereins, gab der Kassier in seinem Jahresbericht. Den Zahlen ist zu entnehmen, dass im vergangenen Jahr der Großteil des ausgegebenen Geldes in die Schutzausrüstung und die Gerätehäuser geflossen ist.

Abschließend bedankte sich Stadtbrandrat Herrmann nochmals bei den Kameraden für die geleistete Arbeit, bei der Vorstandschaft für ihr Engagement und bei den befreundeten Hilfsorganisationen für die gute und vorbildliche Zusammenarbeit. Dank galt auch den Lebenspartnern und den Familien, die mit ihrem Verständnis die Arbeit in der Feuerwehr unterstützen.  Zum Abschluss der Veranstaltung sprach auch Vorstand Dr. Michael Hohl den Kameraden noch einmal seinen Dank aus, und hofft auf eine weiterhin aktive Tätigkeit in den einzelnen Abteilungen. Mit den Worten „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ beschloss er den offiziellen Teil der Veranstaltung. (FW)