Wilderei bei Stamsried

HITZELSBERG/STAMSRIED, LKR CHAM. Jagdwilderei und Ordnungswidrigkeit nach dem Bayer. Jagdgesetz bei Stamsried: Unbekannte haben sich wohl einen Sonntagsbraten aus dem Wald mitgenommen.

Wegen Wilderei im Jagdrevier von Hitzelsberg ermittelt die Polizeiinspektion Roding gegen Unbekannt. Am Montag, 02.02.2015 um 09.00 Uhr stellte der Jagdpächter von Hitzelsberg in seinem Revier fest, dass eine verendete Rehgeiß auf der Wiese lag. Diese war vermutlich von streunenden Hunden gerissen worden. Am gleichen Tag um 16.30 Uhr war das Wild verschwunden. Aufgrund der Größe kann ein Tier als „Täter“ eher ausgeschlossen werden. Nach derzeitigem Stand hat sich kein Jagdausübungsberechtigter das Tier angeeignet, weshalb von Jagdwilderei ausgegangen wird.

jäger_pixa_grosss

Hinweise auf streunende Hunde bzw. auf den Wilddieb sind erbeten an die Polizei in Roding, Tel. 09461/94210.

Nachdem immer wieder frei laufende bzw. ungenügend beaufsichtigte Hunde in freier Wildbahn festgestellt werden, wird an die Aufsichtspflicht aller Hundehalter und – Führer appelliert. Der Jagdschutz ist im Bayer. Jagdgesetz ausdrücklich geregelt. Wer seinen Hund in einem in einem fremden Jagdrevier unbeaufsichtigt laufen lässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. „Unbeaufsichtigt“ ist ein Hund, wenn er nicht mehr in Ruf- oder Sichtweite ist und keine Einwirkungsmöglichkeit mehr gegeben ist. Wer seinen Hund von der Leine lässt, geht dieses Risiko schnell ein. Wenn ein Hund Wild wittert oder sieht, bricht oft der Jagdtrieb aus, dessen trauriges Ergebnis zu Tode gehetztes oder gerissenes Wild ist.

Die Jagdausübungsberechtigten sind befugt, solch wildernde oder außer Kontrolle geratenen Hunde oder Katzen in ihrem Revier zu töten. Dies sollte jedem Tierhalter bewusst sein! (red)