Bergwacht findet vermissten Jungen

FLOSSENBÜRG, LKR NEUSTADT/WN. Ein schwerer Einsatz für die Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Bergwacht und einigen anderen Institutionen. Seit Samstagnachmittag wurde ein 14-jähriger Junge vermisst. Bergwachtkräfte fanden den behinderten Jungen kurz vor 22:30 Uhr mitten im Wald.

IMG_1532
Foto: Reporter24|Zeilmann

Schon seit dem späten Nachmittag war der junge Mann in einem relativ großen Gebiet rund um Flossenbürg vermisst. Wie uns die Einsatzkräfte vor Ort berichteten, soll es sich dabei um einen geistig behinderten Jungen handeln, der nach einer Schlittenfahrt mit seinen Großeltern am Wurmsteinlift bei Flossenbürg,nach einer Abfahrt plötzlich verschwunden war.

Die Spuren des Jungen und seines Bobs führten dabei in das Waldstück nördöstlich der Staatsstraße 2154 in Richtung Silberhütte. An der Staatsstraße selbst wurde seine Spur dann wieder verloren. Da eine Absuche nach dem Jungen seitens der Angehörigen ergebnislos verlief, wurde durch die Großeltern um 18.00 Uhr die Polizei verständigt.  Aufgrund der Witterung und dem unübersichtlichem Gelände wurde eine groß angelegte Suchaktion gestartet. Eine Vielzahl von verschiedenen Einsatzkräften war mit der Suche betraut. Dennoch verzichtete die Einsatzleitung auf weitere „Manpower“, da sich eine „erfolgsversprechender Spur“ ergeben hatte, wie ein Polizeisprecher im Interview mit Reporter24 berichtete. Im Internet hatten bereits einige Feuerwehrleute mit Missverständnis reagiert, warum sie denn nicht alarmiert wurden. Auch Privatleute hatte sich spontan angeboten hier zu helfen. Wie ein Sprecher weiter ausführte, wollte man aber lieber gezielt nach der Spurenlage handeln, statt diese durch zu viel Einsatzstärke zu verschleiern.

IMG_1524
Foto: Reporter24|Zeilmann

Kurz vor 22:30 Uhr dann der erlösende Funkspruch, auf den alle Retter gewartet haben. Der Junge wurde durch ein Team der Bergwacht gefunden und konnte einem Notarzt vorgestellt werden. Er wurde mitten im Wald in der Nähe der Silberhütte gefunden. Der Junge war dabei in erstaunlich guter Verfassung, wurde jedoch vorsorglich in die Kinderklinik nach Weiden eingeliefert, er war doch etwas unterkühlt und zittrig. Die Suche des Jungen gestaltete sich aufgrund des hügeligen Geländes teilweise sehr schwierig. Kräften der Bergwacht, mit ihren geländegängigen Fahrzeugen war es dann eben gelungen im Bereich der Silberhütte die Spur des Jungen und seines Bobs im Schnee wieder ausfindig zu machen.

Bei der groß angelegten Suche waren eine Vielzahl von Kräften beteiligt:

17 Beamte der Polizei, 1 Polizeihubschrauber, 2 Beamte der Bundespolizei, insgesamt 72 Kräfte des  BRK, darunter 4 Hundestaffeln (Weiden, Amberg, Neumarkt, Regensburg), das Kriseninterventionsteam, die Schneeleinsatzgruppe (SEG), ein Rettungswagen und ein Notarzt. Die Freiwillige Feuerwehr Flossenbürg unterstützte die Einsatzkräfte mit neun Mann und ihren Fahrzeugen.

IMG_1531
Foto: Reporter24|Zeilmann

Von der Bergwacht Flossenbürg, Weiden und Fuchsmühl waren insgesamt 35 Freiwillige im Einsatz. Nur durch diese gezielte Stärke an eingesetzten Kräften konnte die Absuche positiv beendet werden. Durch die große Anzahl der Geländefahrzeuge der Bergwacht, war er möglich, alle Wege abzudecken und schließlich den Vermissten aufzufinden. (red)