Trauer um französische Zeitungskollegen

Die Mitarbeiter von Reporter24, der Nordbayerischen Presseagentur und den angeschlossenen Onlineportalen verurteilen die schreckliche Tat in Frankreich. Wir trauern um die gestorbenen Kollegen in Paris und möchten hiermit unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl aussprechen. Dieses Verbrechen ist mit nichts zu rechtfertigen.

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In Paris hatte sich ein blutiger Anschlag ereignet: Zwei schwer bewaffnete Männer haben den Sitz des Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ überfallen, dabei wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft und von Ermittlern zwölf Menschen getötet. Das Magazin ist seit Jahren für seine provokanten Mohammed-Karikaturen bekannt. Nach Angaben der Polizei drangen mindestens zwei vermummte Männer mit einer Kalaschnikow und einem Raketenwerfer bewaffnet in die Räume des Magazins ein. Der Angriff im elften Arrondissement im Zentrum von Paris habe sich gegen 11.30 Uhr ereignet. Es habe danach einen Schusswechsel mit den Sicherheitskräften gegeben. Bei ihrer Flucht hätten die Angreifer einen Polizisten angeschossen und später einen Fußgänger überfahren.  Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittler meldet, sind vier Zeichner des Blattes getötet worden, darunter der unter dem Namen Charb bekannte Chef von „Charlie Hebdo“. Neben Charb seien die Zeichner Wolinski, Cabu und Tignous getötet worden.

„Charlie Hebdo“ hatte in der Vergangenheit mehrfach mit provokanten Mohammed-Karikaturen für Schlagzeilen gesorgt. So hatte die Zeitung im September 2012 mit der Veröffentlichung teils derber Mohammed-Karikaturen wütende Reaktionen von Muslimen provoziert, die Abbildungen des Religionsgründers ablehnen. Ihre neueste Ausgabe vom Mittwoch widmete das Magazin dem neuen Roman des französischen Skandal-Autors Michel Houellebecq, der darin die Machtübernahme durch einen muslimischen Präsidenten in Frankreich im Jahr 2022 beschreibt. (DIE WELT)