Schockanrufer erfolgreich – die Polizei warnt

schockanruf_pixabay_kleinMÜNCHBERG, LKR. HOF. Auf einen sogenannten „Schockanruf“ fiel am Montagnachmittag eine 28-jährige Frau herein und hat gleich mehrere hundert Euro nach Rumänien transferiert. Die oberfränkische Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche.

 

Das Vorgehen der Täter ist immer das Gleiche. Durch geschickte Gesprächsführung am Telefon täuschen die Betrüger ihre Opfer. Unter glaubhafter Schilderung, dass sich nahe Angehörige in einer ausweglosen Notlage, sei es finanzieller oder medizinischer Art, befänden werden die ahnungslosen Opfer zur Auszahlung eines angeblich dringend benötigten, hohen Geldbetrags bewegt. Teilweise geben sich die Betrüger überzeugend als Freunde des Angehörigen, Verwandte, Rechtsanwälte oder Ärzte aus.

So erging es am Montag auch einer 28-jährigen Münchbergerin, die gegen 9 Uhr einen Anruf von einem rumänisch sprechenden Mann erhielt. Dieser gab sich ihr gegenüber als Polizist aus und schilderte, dass ihr Vater in einen schweren Verkehrsunfall im Ausland verwickelt sei und dabei schwerst verletzt worden wäre. Für die dringend nötige Operation, die er vor Ort bar bezahlen müsse, soll sie einen Geldbetrag überweisen. Um seine Geschichte glaubhafter zu gestalten, leitete er das Gespräch an eine zweite Person weiter, die sich als Ärztin ausgab. Auf diese Weise bewegten sie die junge Frau dazu, Überweisungen nach Rumänien zu tätigen und ergaunerten so einen fast vierstelligen Eurobetrag.

Die Oberfränkische Polizei rät deshalb:

Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt. Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen. Stellen Sie dem Anrufer gezielt Fragen nach seinem familiären Umfeld, zum Beispiel nach dem Namen der Mutter oder dem Wohnort und bestehen Sie auf die Beantwortung. Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.  Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.

Die Tipps finden Sie auch in der kostenlosen Broschüre „Der Goldene Herbst“ bei Ihrer Polizeidienststelle und natürlich auch im Internet unter www.polizei-beratung.de