Langer Stau nach Serienunfall auf A93

WEIDEN. Heute Vormittag hat sich gegen 10.45 Uhr ein folgenschwerer Unfall auf der A93 ereignet. Die Autobahn war in Richtung Hof komplett gesperrt. Insgesamt haben sich vier Unfälle daraus entwickelt. 

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Eine 33-jährige Ambergerin wollte zunächst mit ihrem Pkw Peugeot an der Anschlussstelle Weiden-Süd auf die A 93 auffahren, um diese anschließend in nördliche Richtung zu befahren. Aufgrund hohen Verkehrsaufkommens auf der BAB blieb die junge Frau unvermittelt mitten auf dem Beschleunigungsstreifen stehen, statt den Standstreifen zum Beschleunigen zu nutzen. Ein nachfolgender 66-jähriger Mann aus dem südlichen Landkreis Neustadt/WN, der ebenfalls gerade mit seinem Pkw Polo den Fahrverkehr auf der Autobahn beobachtete, erkannte dies zu spät, wollte dem Fahrzeug der jungen Frau noch ausweichen, streifte es allerdings und schleuderte mit seinem Fahrzeug auf den rechten Fahrstreifen der A 93. Dort wurde er von einem herankommenden Sattelzug, der von einem 63-Jährigen aus dem Landkreis Regensburg gesteuert wurde, erfasst. Das Fahrzeug der Unfallverursacherin wurde durch den Anprall über die Böschung hinuntergeschleudert.

Aufgrund dieses Verkehrsunfalles bremste der nachfolgende Verkehr ab. Ein 45-jähriger Sachse konnte hierbei seinen Pkw Skoda noch rechtzeitig zum Stehen bringen. Ein 88-jähriger Mann aus Würzburg schaffte dies jedoch nicht mehr und fuhr mit seinem Pkw auf den Skoda auf. Ein 70-jähriger Weidener bemerkte ebenfalls zu spät, dass sich der Verkehr aufgrund des Unfalls staute und prallte bei seinem Ausweichmanöver in die Mittelschutzplanke.

Im sich im weiteren Verlauf aufbauenden Rückstau ereignete sich dann der nächste Unfall. Eine 54-jährige tschechische Staatsangehörige bemerkte den Rückstau zu spät und fuhr mit ihrem Polo auf den stehenden Skoda einer 23-jährigen Frau aus dem nördlichen Landkreis Neustadt/WN und prallte anschließend noch in die Mittelschutzplanke.

Gesamtbilanz der vier Verkehrsunfälle: Insgesamt knapp 50.000 Euro Gesamtschaden. Glücklicher Weise wurde niemand schwer verletzt. Alle Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon. Zwar war das BRK mit drei Rettungswagen und einem Notarzt vor Ort, transportierte auch die 33-jährige Unfallverursacherin vorsorglich ins Klinikum, aber auch hier wurden keinerlei Verletzungen bei der Frau festgestellt. Sie hat die Klinik bereits verlassen.

Insgesamt wurden vier Fahrzeuge von der Unfallstelle abgeschleppt. Die Feuerwehr Luhe leitete an der Anschlussstelle Luhe-Wildenau den Verkehr bis kurz vor 13.00 Uhr von der Autobahn ab. (red)