Trickbetrug bei gutgläubiger Oberpfälzerin

REGENSBURG/WEIDEN. Immer wieder fallen ältere Personen auf den so genannten „Enkeltrick“ herein. Diesmal eine Dame aus Regensburg. Doch der Zufall hat geholfen.

Am Freitagvormittag den 07.11.14 erhielt eine 74-jährige Rentnerin aus Regensburg einen Telefonanruf. Der Unbekannte gab sich als ihr Enkel aus, der sich zurzeit in München aufhielt. Der Anrufer teilte mit, er benötigte für den Erwerb einer Immobilie dringend 54.000 Euro. Die Rentnerin hatte zu dieser Zeit aber nur ca. 30.000 Euro im Haus. Der Anrufer meinte, dies würde erstmal ausreichen. Er schicke einen Bekannten vorbei, der das Geld abholen würde. Vor ihrem Haus im Regensburger Stadtteil Margaretenau übergab sie schließlich gegen 10.15 Uhr einer fremden Person über 33.000 Euro. Nach einigen Zweifeln, erschien sie dann am 08.11.2014 bei der Polizei und erstattete Anzeige.

Ohne es zu wissen, kontrollierten Beamte der Verkehrspolizei Weiden schon kurz nach der Tat gegen 12.30 Uhr auf der A93 bei Windisch-Eschenbach den Täter in einem Taxi. Nach dem Stopp des Taxis warf der Fahrgast etwas aus dem Fenster und versuchte zu flüchten. Er stolperte aber und wurde sofort festgenommen. Nach einer körperlichen Durchsuchung mit massiver Gegenwehr wurde ein hoher Geldbetrag in seiner Unterwäsche von über 33.000 Euro gefunden. Dieser wurde sichergestellt, ebenso das weggeworfene Handy. Der Taxifahrer gab an, er sollte den Fahrgast von Regensburg nach Berlin fahren.

Da zu diesem Zeitpunkt die Straftat an der Rentnerin noch nicht angezeigt war, wurde der 32-jährige Mann nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder freigelassen. Die weiteren Ermittlungen übernimmt nun die Kripo in Regensburg. Auch der Widerstand gegen die Festnahme der Polizei wird weiterverfolgt. (jm)